Staatsministerin Daniela Schmitt besucht Speyerer Innenstadt


Innenstadt: Daniela Schmitt



„Unsere Städte stehen vor einem enormen Strukturwandel und großen Herausforderungen. Wir tun gut daran, uns trotz der aktuellen Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine damit zu beschäftigen, welche Rolle die Innenstädte in der Zukunft spielen sollen“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. Die Zukunft der Innenstädte müsse in einem breit angelegten Beteiligungsprozess gestaltet werden: „Wir wollen mit den Akteuren vor Ort - den Händlern, den kommunal Verantwortlichen, den Kammern, den Vertretern aus Kunst, Kultur und Gastronomie - passgenaue Konzepte entwickeln. Es gibt nicht die pauschale 08/15 Lösung.“ Die Workshop-Reihe, die in verschiedenen Städten des Landes Station gemacht hat, habe dazu spannende Erkenntnisse gebracht: „Es kamen viele interessante Ideen und Anregungen für Initiativen zusammen. Ein zentrales Thema ist die Steigerung der Frequenz, die Notwendigkeit, mehr Besucher in die Innenstädte zu bringen. Dabei müssen wir neu darüber nachdenken, was ergänzend zum Einzelhandel in Innenstädten angesiedelt werden kann.“ So betreibe zum Beispiel die Handwerkskammer der Pfalz ihr Berufsorientierungszentrum im Zentrum Kaiserslauterns. Ärztezentren sowie Kunst- und Kulturangebote seien ebenfalls geeignet, die Innenstädte zu beleben: „Die Erfahrung zeigt auch, dass Bauern- und Winzermärkte für eine große Frequenz sorgen können."

Die Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz besuchte gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie Branchenvertreter*innen aus Handel, Gastronomie und Hotellerie die Speyerer Innenstadt.

Vor Ort wurde unter anderem über die aktuellen Herausforderungen des Einzelhandels gesprochen, städtebauliche Maßnahmen aufgezeigt und den städtischen Antrag für das Fördermittelprogramm „Innenstadtimpulse“ vorgestellt. Beim Gang durch die Innenstadt machte die Delegation auch vor der Kaufhof-Filiale Halt, wo sich Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler für den Erhalt des Standortes Speyer einsetzte.

Gegen Ende des Besuches kehrte die Gruppe schließlich bei der Weinfachhandlung und Eventlocation „küwé“ in der Roßmarktstraße zur offenen Aussprache ein, welche von einem Impulsvortrag des Inhabers und Jungunternehmers Andre Golfier abgerundet wurde.

„Der Besuch der Ministerin in Speyer war richtig und wichtig. Ich bedanke mich für ihre Zeit und bei allen Teilnehmenden für den überaus konstruktiven Austausch. Ich bin überzeugt, dass wir gute Impulse an das Wirtschaftsministerium weitergeben konnten, um auch weiterhin die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung der Speyerer Innenstadt zu stellen. Für dieses Vorhaben ist die volle Unterstützung des Landes essentiell. Deshalb habe ich den Vorschlag unterbreitet, unsere Pläne auch nochmals vor Ort in den entsprechenden Ministerien zu konkretisieren“, so die positive Bilanz von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. 

Medieninformation der Stadt Speyer vom 7. November 2022