Brezel Christine


"Brezel" Christine

Das Symbol des Brezelfestes kommt am 2. März 1840 in Neustadt/Wstr. zur Welt als Tochter von Anna Maria Henz. Vater Franz Kuhn erkennt das Kind als das seine an. Später heiratet ihre Mutter den Tagelöhner Johann Günster, deshalb wird die Tochter amtlich als Christine Kuhn genannt Günster geführt.

Bereits als junge Frau ging sie nach Speyer, arbeitete zunächst als Würstchenverkäuferin, erst später als Bretzelträgerin. Sie war ein lebenslustiger Mensch, schwärmte noch in ihren alten Tagen von „galanten Jugendeseleien“, die sie begangen haben wollte. Sie blieb unverheiratet. Sie zog häufig um, zuletzt wohnte sie in der Herdstraße. Ihr Verkaufs-Stammplatz war lange Jahre am Eingang der damaligen Sonnenbrauerei-Gaststätte, Maximilianstr. 16. Christine Kuhn-Günster starb am 1. Februar 1906. Sie hatte seit jeher einen festen Platz im Herzen der Speyerer, war bereits seit dem zweiten Brezelfest 1911 jahrzehntelang als Riesenfigur bewunderte Attraktion des Festzuges. Im Gegensatz zu ihr geriet der gleichfalls historische Brezel-Ferdinand (eigentlich Ferdinand Hellmuth) völlig in Vergessenheit.

Autorin: Katrin Hopstock

Maximilianstraße 16

Maximilianstraße 16

1813 wurde das damals fast 100 Jahre alte Anwesen erstes Speyerer Kaffeehaus. 1821 verlegte der Weinhändler Georg Friedrich Weltz seine gerade gegründete Brauerei "Drei Könige" und die vom Vater übernommene Brauerei "Zum Goldenen Schwanen" hierher, hinzu kam das Nebenhaus. Dieses Gesamtanwesen nannte er Brauerei "Zur Sonne", die eine der führenden Brauereien Speyers wurde. 1874 errichtete man das Gebäude neu in dem heute bekannten gründerzeitlichen Aussehen und es wurde nur noch als reine Gastwirtschaft betrieben. Erster Pächter war der spätere Besitzer des "Pfälzer Hofes", Rudolf Haßler. Das war dann die Zeit, in der die Brezel-Christine ihren Stand neben dem Eingang hatte – eine schöne Ergänzung des Angebots. 1921 fusionierte die "Sonnenbrauerei" mit der Großbrauerei "Schwartz-Storchen", in deren Besitz das Lokal die nächsten Jahrzehnte blieb. 1956 wurde das Haus neu eröffnet; Juli 1961 zog nach weiterem Umbau hier die Speyerer Filiale des „Wienerwald“ ein, 23 Jahre später eröffnete hier ein weltbekannter Schnellimbiss. Heute befindet sich in dem Anwesen die Speyerer Filiale eines bekannten Bekleidungshauses.


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