Alschner, Elisabeth


Elisabeth Alschner

Elisabeth Alschner wurde am 19. November 1929 in Kaiserswalde in der Tschechoslowakei geboren.

1945 wurde die Familie interniert, dann ausgebürgert; Elisabeth Alschner fand über Hessen mit ihrem Sohn und den Eltern im Oktober 1957 den Weg nach Speyer.

Hier begann sie ihre Berufstätigkeit als Stepperin in der Rovo-Schuhfabrik, trat bald in die Gewerkschaft ein und wurde Mitglied im Betriebsrat. Hier setzte sie sich besonders für die Belange der Frauen ein. Sie erreichte, dass die ungelernten Arbeiterinnen auch am Berufsschulunterricht teilnehmen konnten. Als Gewerkschafterin setzte sie sich auch überregional für Mitbestimmung, akzeptable Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung vor allem der ungelernten Arbeiterinnen ein.

Als die Schuhfabrik, die inzwischen zum Salamander-Konzern gehörte, im Dezember 1975 schloss, wurde sie arbeitslos und fand erst 1976 in der Klambt Druck GmbH einen neuen Arbeitsplatz. Auch hier engagierte sie sich wieder in der Gewerkschaftsarbeit.

1962 trat sie in die SPD ein. Viele Jahre arbeitete sie in unterschiedlichen Gremien der Partei sowohl lokal als auch überregional mit. Seit 1988 leitete sie den Arbeitskreis Sozialpolitik im Unterbezirk Speyer, der auf ihre Initiative gegründet wurde.

1994 zog sie für die SPD in den Stadtrat ein; auch hier vertrat sie besonders die Belange von Frauen und älteren Menschen.

Elisabeth Alschner hat 1990 zur 2000-Jahrfeier der Stadt Speyer maßgeblich an der Vorbereitung der Ausstellung "Frauen in Speyer, Leben und Wirken in zwei Jahrtausenden" mitgewirkt. Danach war sie Hauptorganisatorin der Ausstellung "140 Jahre Arbeiterbewegung in Speyer".

Ihr besonderes Interesse galt der Geschichte der Arbeiterbewegung. Sie bereitete die Feier zum 50. Jahrestag der Wiedergründung der SPD vor und arbeitete an einem Buch über die 125-jährige Geschichte der pfälzischen SPD mit.

Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, von ihrer Gewerkschaft mit der Hans-Böckler-Medaille gewürdigt sowie von der SPD mit der Wilhelm-Dröscher-Plakette geehrt.

Autorin: Doris Kannegießer

Historisches Rathaus, Maximilianstr. 12

Historisches Rathaus
Historisches Rathaus

Der spätbarocke Bau wurde zwischen 1712 und 1726 von Johann Adam Breunig erbaut. Es steht an der Stelle, an der zuvor die ehemalige städtische Kanzlei betrieben wurde, die allerdings bei Stadtbrand von 1689 zerstört wurde. Die Besonderheiten sind der historische Ratssaal im Stil des Rokoko und das ehemalige Stadtarchiv, das heute als Trausaal dient. 


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