Kaiserin Mathilde


Mathilde von England / engl. Buchmalerei
Mathilde von England / engl. Buchmalerei

Tochter des englischen Königs, Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches

Mathilde wurde als Tochter von Heinrich I. von England und Mathilda von Schottland in Oxfordshire geboren. Ihr Vater war der zweite Sohn von Wilhelm dem Eroberer und seit 1100 König von England und der Normandie.

Bereits mit 8 Jahren verließ sie ihre Heimat und zog an den Hof ihres 16 Jahre älteren Verlobten, Heinrich V.. Die Heirat erfolgte 1114 in Mainz. Als Ehefrau des späteren Salierkaisers Heinrich V. war sie räumlich eng mit Speyer und dessen Dom verbunden. Die Ehe blieb kinderlos und Mathilde wurde mit gerade 23 Jahren zur Witwe, als Heinrich V. 1125 starb.

Mangels männlicher Nachkommen ihres Vaters, des Normannenkönigs Heinrich I., wurde Mathilde zu dessen Thronfolgerin. Auch wenn es damals unvorstellbar war, dass eine Frau den Thron besteigen könnte, forderte Heinrich I. die englisch-normannischen Adeligen zum Eid auf, um Mathilde als Thronfolgerin anzuerkennen.

Lady of the English

Nach der Rückkehr nach England 1126 drängte Heinrich I. seine Tochter zur Ehe mit dem elf Jahre jüngeren Gottfried, dem Grafen von Anjou, auch Plantagenet genannt, den sie 1129 heiratete.

Vier Jahre später wurde ihr Sohn Heinrich geboren.

Ein weiterer wichtiger Wendepunkt in Mathildes Leben war der Tod ihres Vaters. Es folgten Jahre des Bürgerkriegs, eine Zeit, die auch als The Anarchy  bekannt wurde. Zwischenzeitlich regierte Mathilde als Lady of the English das Königreich.

Nach anhaltenden Machtkämpfen wurde Mathildes Sohn 1154 als Heinrich II. gekrönt, er war dann der Vater von König Richard Löwenherz. Mathilde diente bis zu ihrem Tod als enge und wichtige Beraterin ihres Sohnes.

Autorin: Katharina Müller

Kaiserdom zu Speyer
Kaiserdom zu Speyer

Kaiserdom zu Speyer, Domplatz

Der Baubeginn des Kaiserdoms ist in den 1020er Jahren belegt. Konrad II. befahl seinerzeit den Bau, um die größte Kirche des Abendlandes zu errichten. Die Grablege der Salier fand hier ihren Platz. Im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1689 wurde der Bau zerstört. Der Wiederaufbau fand im 18. Jahrhundert statt. Seit 1981 trägt der Kaiserdom zu Speyer den Titel UNESCO Weltkulturerbes.


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