
Der „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstlerinnen und Künstler verliehen werden, die vergleichbar den Lebensstationen Hans Purrmanns (Geburt in der Pfalz, Lebens- und Arbeitsstationen in München, Berlin, Paris, Rom, Florenz, aber auch der Schweiz sowie dem Bodensee) einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen. Jeder, der diese Bedingung erfüllt und das 35. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, kann sich während der Ausschreibungsphase um den mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 € sowie einer eigenen Katalogpublikation dotierten Förderpreis bewerben.

Die Ausschreibung für den Förderpreis startet am 01. August bis einschließlich 30. September 2026.
Über das Onlineportal auf der rechten Menüseite können die erforderlichen Bewerbungsunterlagen hochgeladen werden.
Alle wichtigen Informationen über die Durchführung, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsmodalitäten können den Vergaberichtlinien der „Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ entnommen werden:
Der „Große Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ wurde von der Hans Purrmann Stiftung ins Leben gerufen. Für diesen mit 20.000 € dotierten Preis werden ca. 50 renommierte Künstlerinnen/Künstler, Kuratorinnen/Kuratoren und Kunstkritikerinnen/Kunstkritiker mit internationaler Erfahrung um einen Nominierungsvorschlag gebeten. Eine Selbstbewerbung ist nicht möglich.
Unter der Leitung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Professor Dr. Andreas Bee wirken in der unabhängigen Jury mindestens drei renommierte und international angesehene Künstler*innen sowie nach Möglichkeit ein*e Leiter*in eines Museums und ein*e frühere*r Hans-Purrmann-Preisträger*in sowie ein einmalig von der Stiftung bestimmter Gast mit. Im Anschluss an die Preisvergabe findet im Kulturhof Flachsgasse regelmäßig eine Ausstellung mit den Arbeiten der Nominierten statt.
Hans-Purrmann-Preise 2025
In der Schlussrunde des Wettbewerbs um die Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer für Bildende Kunst 2025 hat die hochkarätige Künstlerjury, der neben Sabrina Fritsch (Düsseldorf), Leiko Ikemura (Berlin/Köln), Karin Kneffel (Düsseldorf/München), Marcel Odenbach (Köln), Martin Liebscher (Berlin/Offenbach) und Matthias Weischer (Leipzig) auch der Direktor des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen, René Zechlin, angehört, am heutigen Tag über die eingereichten Originalarbeiten der vorausgewählten Künstler*innen für den „Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ und den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis für Bildende Kunst der Stadt Speyer“ eingehend beraten.
Nach langer und intensiver Diskussion hat sich die Gesamtjury unter der Sitzungsleitung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Andreas Bee dafür ausgesprochen, die Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer wie folgt zu vergeben:
Der Große Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer geht an Sophie Thun

Bei der siebten Auflage geht der von der Hans Purrmann Stiftung ins Leben gerufene „Große Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ an Sophie Thun. Der Große Preis zählt mit einem Preisgeld von 20.000 Euro sowie einer eigenen Katalogpublikation zu den höchstdotierten deutschen Kunstpreisen. Honoriert werden soll eine individuelle künstlerische Leistung, die eine eigenständig gefundene und konsequent verfolgte Thematik ausdrückt.
Sophie Thun (*1985, lebt und arbeitet in Wien) arbeitet vor allem mit Techniken der analogen Fotografie, ihren Räumen, Prozessen sowie Produktions- und Ausstellungsbedingungen.
Aufgewachsen in Warschau, absolvierte Thun ihr Masterstudium an den Akademien der bildenden Künste in Wien (2017, Martin Guttmann und Daniel Richter) und Krakau (2010, Agata Pankiewicz und Jacek Gaj). Derzeit ist Thun Interimsprofessorin der Klasse für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf.
Sophie Thun hat die Jury mit einem komplexen, fotografischen Werk überzeugt. Raffiniert überlagert sie mit einer analogen Fototechnik verschiedene Realitäten und verknüpft die Konstruktion des Bildes mit der Konstruktion des Selbst. Häufig inszeniert sie ihren Körper, erzeugt Abdrücke, Schatten und Spuren, die zu vielschichtigen Bildarrangements ausgebaut werden. Darüber hinaus verdichten sich in vielen Arbeiten historische, räumliche und theoretische Referenzen. Dennoch bleiben die Werke gut zugänglich und erinnern nicht selten an ihr ursprüngliches künstlerisches Medium, an die Malerei.
Für den „Großen Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ wurde sie vorgeschlagen von Vorschlagsberechtigten Andreas Prinzing.
Elizaveta Ostapenko gewinnt den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“

Der Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ wurde vor genau 60 Jahren anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann von der Stadt Speyer gestiftet und wird bereits zum 22. Mal vergeben. Der mit 6.000 Euro und einer eigenen Katalogpublikation dotierte Förderpreis soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstler*innen verliehen werden, die einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen. Die Auszeichnung erhält Elizaveta Ostapenko.
Elizaveta Ostapenko (*1999) ist eine bildende Künstlerin, die in Hamburg lebt und arbeitet. Sie schloss ihr Studium 2024 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ab. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem auf der Zweiten Internationalen Druckbiennale in Jerewan (Armenien), in der Galerie Aparte (Rumänien) und im Klub der Künste der Deichtorhallen Hamburg (Deutschland). 2022 wurde Ostapenko mit dem DAAD-Preis sowie dem Preis für zeitgenössische Kunst des Rotary Clubs Straßburg ausgezeichnet.
Ostapenkos Arbeit entwickelt sich aus der Beobachtung der alltäglichen Umgebung, in der sie sich für den Transformationsprozess sowie die Zustände von Bewegung und Statik interessiert. Die Künstlerin sammelt architektonische Fragmente und de-/rekonstruiert sie zu neuen, zusammengesetzten Räumen. Sie arbeitet mit farbigen und reduzierten Oberflächen, vorwiegend in den Medien Malerei, Druckgrafik und Skulptur.
Elizaveta Ostapenko hat bereits mit jungen Jahren eine sehr eigenständige Bildsprache entwickelt. Indem sie farbige Formen sammelt, trennt und wieder verbindet, indem sie das Gesehene und Gefundene fragmentiert und wieder synthetisiert entstehen beeindruckende Malereien. Ausgehend von Landschaften und vom Stadtraum tendieren ihre Arbeiten alle zur Abstraktion. Ohne zu illustrieren erzielt sie durch das Verschränken der Formen eine überzeugende, sehr eigenständige malerische Dynamik.
In feierlichem Rahmen werden am 22. Februar 2025 die beiden Hans-Purrmann-Preise für Bildende Kunst der Stadt Speyer in der Heimatstadt ihres Namensgebers verliehen. Im Anschluss sind bis einschließlich 30. März 2025 die Arbeiten der Nominierten für den „Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ 2023 sowie den Förderpreis "Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst" 2025 im Kulturhof Flachsgasse in Speyer zu sehen.
Nominierungen für den „Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ 2025
Die Vorauswahl für den „Großen Hans-Purrmann-Preis“ fand Ende November in München statt. Neben dem Vorsitzenden, Kunsthistoriker Professor Dr. Andreas Bee, gehörten der Jury die renommierte Malerin und ehemalige Professorin der Münchner Akademie, Karin Kneffel und der Künstler und ehemalige Professor der Kunstakademie Düsseldorf, Marcel Odenbach an. Aus 42 Bewerbungen, die auf Vorschlag von 54 international renommierten Künstler*innen, Kritiker*innen und Kurator*innen eingereicht und zum Wettbewerb zugelassen worden waren, nominierte die Jury folgende acht Künstlerinnen und Künstler für das Finale: Kasia Fudakowski (*1985, Berlin), Buket Isgören (*1992, Köln), Christof John (*1984, Köln), Leon Kahane (*1985, Berlin), Rima Radhakrishnan (*1988, Bremen), Tuğba Şimşek (*1986, Hannover), Teresa Solar (*1985, Madrid/ESP) und Sophie Thun (*1985, Wien/AT).
Der „Große Hans-Purrmann-Preis“ wird 2025 zum siebten Mal ausgelobt und zählt mit einem Preisgeld von 20.000 Euro sowie einer eigenen Katalogpublikation zu den höchst dotierten deutschen Künstlerpreisen. Honoriert werden soll eine individuelle künstlerische Leistung, die eine eigenständig gefundene und konsequent verfolgte Thematik ausdrückt. Erster Preisträger des Großen Hans-Purrmann-Preises war 2012 der israelische, in Berlin lebende Künstler Dani Gal (*1975). Ihm folgten 2015 die Film- und Videokünstlerin Loretta Fahrenholz (*1981), 2017 die Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch (*1979), 2019 die Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch (*1983), 2021 der Kölner Fotograf Jan Paul Evers (*1982) sowie 2023 die deutsch-iranische Künstlerin und Filmemacherin Yalda Afsah (*1983).
Nominierungen für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ 2025
Bereits Mitte November hat in Speyer die Vorjurierung für den Förderpreis "Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst" stattgefunden. Unter der Leitung von Bürgermeisterin Monika Kabs wirkten der Vorsitzende der Gesamtjury, Kunsthistoriker Professor Dr. Andreas Bee, der Kunsthistoriker und Direktor des Wilhelm-Hack-Museums René Zechlin, der in Offenbach als Professor tätige Künstler und Träger des Hans-Purrmann-Förderpreises 1996 Martin Liebscher sowie als Gast die Künstlerin und Finalistin der letzten Auflage Valentina Jaffé bei der Vorauswahl mit. Insgesamt wurden für den Förderpreis 177 Bewerbungen eingereicht, von denen 144 zum Wettbewerb zugelassen wurden. Aus diesen wählte die Jury folgende sechs Künstlerinnen und Künstler aus: Ella Altmann (*1993, Paris/F), Neda Aydin (*1990, Berlin), Ole Blank (*1990, Hannover), Elizaveta Ostapenko (*1999, Hamburg), Malte van de Water (*1990, Düsseldorf) und Alida Warzecha (*1993, Hannover).
Der Förderpreis "Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst" wurde 1965 anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann von der Stadt Speyer gestiftet und wird bereits zum 22. Mal vergeben. Der mit 6.000 Euro und einer eigenen Katalogpublikation dotierte Förderpreis soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstler*innen verliehen werden, die vergleichbar den Lebens- und Arbeitsstationen Hans Purrmanns einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen.
Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger seit 1966 können hier eingesehen werden.


