Vollmoeller-Purrmann, Mathilde


Mathilde Vollmoeller-Purrmann

Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1897-1943) zählt zur künstlerischen Avantgarde Deutschlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Lange galt das Werk der Ehefrau des Malers Hans Purrmann (1880-1966) als verschollen. Erst jüngst wurde ein Großteil ihrer Gemälde und Grafiken wiederentdeckt und ist heute im Purrmann-Haus Speyer zu sehen (w.speyer.de/purrmann-haus).

Mathilde Vollmoellers künstlerische Laufbahn begann um 1900 in Berlin als Schülerin der Porträtmalerin Sabine Lepsius (1864-1942) und unter dem Einfluss der "Berliner Secession". Die größten Erfolge als Malerin feierte Mathilde Vollmoeller in Paris, wo sie in den Jahren 1906 bis 1914 lebte. Prägend für ihren künstlerischen Werdegang waren die Auseinandersetzung mit den Werken von Paul Cézanne (1839-1906) und die Begegnung mit Henri Matisse (1869-1954). Mathilde Vollmoeller war in der Kulturszene der französischen Metropole eng verwurzelt. 1912 heiratete die Matisse-Schülerin ihren Künstlerkollegen Hans Purrmann. Drei Kinder wurden geboren.

Mit der Familiengründung nahm Mathilde Vollmoeller-Purrmann Abschied von der Ölmalerei und konzentrierte sich auf die Technik des Aquarellierens. Fortan malte sie vor allem auf Reisen, im Atelier ihres Mannes oder in der unmittelbaren Umgebung ihrer jeweiligen Wohnung in Berlin, Langenargen, Rom und Florenz. Sowohl ihre Gemälde als auch ihre Aquarelle zeugen von der malerischen Kraft und dem feinen Gespür der Künstlerin für sensible Farbklänge und die kompositorische Geschlossenheit ihrer Werke.

Bis an ihr Lebensende im Jahre 1943 hat Mathilde Vollmoeller-Purrmann gemalt. Ihr Schicksal war untrennbar mit der Kunst verbunden. Der Konflikt zwischen künstlerischer Berufung und familiärer Pflichterfüllung begleitete Mathilde Vollmoeller ihr Leben lang.

Autorin: Maria Leitmeyer M.A.

Purrmann-Haus, Kleine Greifengasse 14

Purrmann-Haus Speyer in der Kleinen Greifengasse
Purrmann-Haus Speyer in der Kleinen Greifengasse

Das Geburtshaus des Malers Hans Purrmann wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Sie diente dem Malermeister und Tüncher Georg Purrmann sowie dessen Sohn Heinrich Purrmann als Wohnung und Werkstatt. Seit 1990 ist die Lebens- und Arbeitsstätte von Mathilde und Hans Purrmann als Museum zugänglich. Das Purrmann-Haus Speyer zeigt die größte öffentliche Sammlung an Werken der Klassischen Moderne.


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