Feuerbach, Henriette


Henriette Feuerbach

Henriette Feuerbach geb. Heydenreich wuchs in Ansbach nach dem Tod ihres Vaters zwar in bescheidenen Verhältnissen auf, konnte sich aber eine humanistische Bildung aneignen und entfaltete ein überdurchschnittliches Talent beim Klavierspiel.

Mitleid mit dem schwermütigen Witwer und seinen beiden Kindern sowie gemeinsame geistige und musische Interessen bewogen die mittellose Pfarrerstochter zur Eheschließung mit dem 14 Jahre älteren Archäologen Joseph Anselm Feuerbach. Von 1834 - 1836 lebte die Familie in Speyer, wo der Gelehrte an der renommierten „königlichen Studieranstalt“, dem heutigen Kaiserdomgymnasium, klassische Sprachen unterrichtete. (Die dort präsente Erinnerung an Amalie, die geliebte erste Ehefrau Joseph Anselms, trübte Henriette Feuerbachs Aufenthalt in der Domstadt.)

Der durch die Berufung des Altphilologen an die dortige Universität erfolgte Umzug nach Freiburg brachte nicht die erhoffte Verbesserung der schwierigen Familienverhältnisse. Henriette Feuerbach, die mit Emma Herwegh befreundet war, begann zu schreiben; ihr erstes Werk erschien 1839 jedoch noch anonym.

Als ihr Mann 1851 starb, übersiedelte sie nach Heidelberg, wo die feingeistige Frau trotz spartanischer Lebensführung ihre glücklichsten Jahre verbrachte. Sie gab Klavierunterricht, war publizistisch tätig und engagierte sich im Heidelberger Frauenverein. In ihrem sonntags abgehaltenen musikalischen Salon verkehrten auch namhafte Künstler wie Clara Schumann oder Johannes Brahms.

Zeit ihres Lebens sah die Schriftstellerin aber in der Unterstützung ihres abgöttisch geliebten Stiefsohns, des Malers Anselm Feuerbach, ihre Hauptaufgabe. Nach seinem Tod gab sie, wie bereits beim Nachlass ihres Mannes, sein schriftliches Werk heraus, allerdings in stark redigierter Form.

Autorin: Dr. Christiane Pfanz-Sponagel

Feuerbachhaus, Allerheiligenstraße 9

Feuerbachhaus
Feuerbachhaus

1800 wurde das Haus in der Allerheiligenstraße 9 erbaut. Im Jahre 1912 erwarb die Stadt Speyer das Geburtshaus des Malers Anselm Feuerbach und brachte Gedenktafeln an. Mit der Gründung des Vereins Feuerbachhaus Speyer e.V. im Jahr 1971 ging eine Renovierung des Hauses einher. Seit 1975 kann das Feuerbachhaus als „Stätte kultureller Begegnung“ besucht werden.


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