Hufnagel, Anna


Anna Hufnagel

Anna Hufnagel wurde am 20. August 1900 in Speyer geboren. Ihr Vater Johann Georg Hufnagel war Schuhmacher und wurde weit über Speyer hinaus als Poet bekannt. Nach dem Besuch der Volksschule lernte Anna in der Städtischen Frauenarbeitsschule von 1914 bis 1916 Schneidern und Nähen. Anschließend war sie Lehrschülerin im Fröbelkindergarten, den sie Ende März 1916 verließ, weil sie aus wirtschaftlichen Gründen eine Erwerbstätigkeit suchte. In den folgenden Jahren war sie zunächst Kinderfräulein bei Familie Hildesheimer in Speyer. Nach einer kurzen Phase im elterlichen Haushalt in der Roßmarktstraße 31, war sie als Haustochter bei der Familie des Stadtmissionars Ludwinski tätig, die sie in Speyer kennen gelernt hatte und der sie nach Hamburg-Barmbek folgte.

Fern ihrer Heimatstadt stand Anna nun auf eigenen Füßen, was für die damalige Zeit außergewöhnlich war. In der Hamburger Zeit reifte der Entschluss zum Eintritt in die Diakonissenanstalt Speyer, der am 26. April 1927 erfolgte. Anna Hufnagel machte eine Ausbildung als Kindergärtnerin. Seit 1929 war sie im Kinderhaus der Diakonissenanstalt tätig und übernahm am 28. Januar 1946 dessen Leitung. Bis zu ihrem Ruhestand am 16. Mai 1969 versah sie dieses Amt. Fotoalben und viele Gedichte zeugen davon, wie sehr Schwester Anna von ihrer Aufgabe erfüllt war. Eines ihrer Gedichte stand unter dem Motto „Ich weiß, daß ich bin, wo Gott will, daß ich sei!“.

Die Gabe, Gefühle und Situationen in Versform zu fassen, hatte Anna Hufnagel zweifellos von ihrem Vater geerbt. Eine Tafel an seinem Wohnhaus in der Roßmarktstraße erinnert heute an ihn. Anna Hufnagel verwaltete neben ihrer Tätigkeit in der Diakonissenanstalt das geistige Erbe ihres Vaters. Sie starb am 10. November 1977 im Alter von 77 Jahren in Speyer an den Folgen einer schweren Krankheit.

Autorin: Dr. Gabriele Stüber

Diakonissenmutterhaus, Hilgardstr. 26

Das Diakonissenmutterhaus in der Hilgardstraße 16
Das Diakonissenmutterhaus in der Hilgardstraße 16

Im Jahr 1881 spendete Heinrich Hilgard 10 000 Mark zum Neubau des Diakonissenhauses. Hilgard war nach seiner Auswanderung in die USA zu Wohlstand gekommen.
Das Richtfest fand am 14. Juni 1884 statt und vier Wochen später erfolgte die Grundsteinlegung in Anwesenheit von Heinrich Hilgard. Zu Ehren seiner Mutter und deren Schwester erhielt das Haus den Namen „Elisabeth-Anna-Haus“.  Am 21. Januar 1885 folgte die feierliche Einweihung des neuen Mutterhauses.


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