Metzger, Rosa


Rosa Metzger

Rosa Metzger wurde 1879 in Speyer geboren. Sie war das erste Kind von Ludwig Metzger und Johanna Baum und hatte zehn Geschwister. 1907 eröffnete ihr Vater in Speyer das erste feste Kino und führte es bis zu seinem Tod. Mehrere Metzger-Kinder waren im Familienbetrieb beschäftigt, auch Rosa. 1917 wurde das Kino verkauft.

Nach ihrem Schulabschluss machte sie eine Lehre als Fotografin. Sie bearbeitete das Filmmaterial. Auch politisch war Rosa engagiert. 1920 wurde sie als Beisitzerin in den Vorstand der SPD gewählt. Aber nicht nur beruflich und gesellschaftspolitisch ging sie selbstbewusst ihren Weg. Sie entschied sich gegen eine Heirat und zog mit ihrem Lebensgefährten, dem nicht-jüdischen Richard Rastetter, und dem gemeinsamen Sohn Helmut (geboren 1910 in Karlsruhe) nach Ludwigshafen. Dort eröffneten die beiden ein Fotostudio. In Ludwigshafen lebte und arbeitete sie bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Rosas Sohn Helmut emigrierte in die USA. Rosa beantragte ein Visum, das mit der Begründung, sie sei zu alt, abgelehnt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war sie 61 Jahre alt. Als im Pfalz/Saargau die jüdische Bevölkerung am 22. Oktober 1940 deportiert wurde, stand auch Rosa in Ludwigshafen am Bahnhof. Die Fahrt endete vorerst im Konzentrationslager Gurs und ging später weiter über Noé, Le Vernet, Drancy, Toulon nach Auschwitz-Birkenau, wo sie 1944 vergast wurde.

Autorin: Jutta Hornung

Kino Metzger

Kino Metzger in der Maximilianstraße 15
Kino Metzger in der Maximilianstraße 15

In der Maximilianstraße 15 war das erste feste Kino in Speyer. Es befand sich im ersten Stock des Bekleidungsgeschäfts der Geschwister Blumenthal.

Rosas Eltern wohnten in der Zeppelinstraße 8. Dort wuchs Rosa auf.

Zusammen mit ihrem Sohn Helmut wohnte sie in der Herdstraße 38.

In der Maximilianstraße 27 (Geburtshaus von Georg Friedrich Kolb) wohnte Rosas Bruder Friedrich mit seiner Frau Guta Heß und den beiden Kindern Ludwig Gustav und Ellen.


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