Errichtung eines Elektrobusladeparks in Speyer – Baumfällarbeiten in der Heinkelstraße 


E-Ladesäule SWS

„Der Erhalt von ausgewachsenen Bäumen ist wichtig und sollte stets eine hohe Priorität haben – nicht zuletzt im Sinne eines ausgewogenen Stadtklimas und einer ausgeprägten Stadtökologie. Bei Entscheidungen über Baumaßnahmen gehen wir daher mit Augenmaß vor, mitunter ist es aber unumgänglich, dass nicht alle Bäume bestehen bleiben können“, erklärt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und verweist auf den geplanten Elektrobusladepark.

„Wir setzen beim Stadtbusverkehr erstmalig auf den Einsatz von batteriebetriebenen Elektrobussen, die keine Schadstoffe emittieren und keinen Motorenlärm erzeugen. Mit dem Vorantreiben der Mobilitätswende in unserer Stadt wollen wir die Menschen in unserer Stadt umweltfreundlich an den gewünschten Zielort bringen und so langfristig unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so die Stadtchefin und betont: „Für die von den Fällungen betroffenen Laubbäume werden wir selbstverständlich für einen ökologischen Ausgleich Sorge tragen.“

Mit Beschluss des Stadtrates soll im Zuge der Inbetriebnahme des neuen Linienbündels im Dezember 2023 der gesamte Stadtbusverkehr – also die Linien 561, 562, 563, 564, 565, 566, 567, 569 – künftig mit Elektrobussen (BEV) betrieben werden. Demensprechend notwendig ist es, eine umfangreiche leistungsfähige Elektrobus-Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet Speyer bereitzustellen. 

Diese wird von den Verkehrsbetrieben Speyer GmbH auf dem zukünftigen Grundstück der Liegenschaft Heinkelstraße 8 errichtet und betrieben. Neben der Ladeinfrastruktur sollen außerdem Pkw-Stellplätze sowie Umkleide- und Aufenthaltsräume inklusive einer WC-Anlage für das Fahrpersonal bereitgestellt werden. 
Die Fertigstellung des Elektrobusladeparks ist für Juni 2025 geplant.

Um die geplante Baumaßnahme durchführen zu können, wird die auf dem rund 12.600 Quadratmeter großen Areal befindliche höhere Vegetation in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde entfernt. Dabei handelt es sich laut Fällliste um insgesamt 46 Einzelbäume, darunter 30 Pappeln, acht Robinien, sechs Kirschbäume, eine Kastanie sowie eine Birke.

Da die Fällung der wild gewachsenen Bäume eine Ausnahme der Schutzbestimmungen laut Satzung darstellt, ist die Stadt zu einem ökologischen Ausgleich durch Pflanzung von Ersatzbäumen verpflichtet.
Demnach sind 116 Ersatzpflanzungen vorrangig auf dem Gelände des geplanten Elektrobusladeparks sowie ersatzweise im Speyerer Stadtgebiet geplant und werden gegebenenfalls durch weitere Pflanzungen ergänzt. Vorgesehen sind Ahorn, Kastanie, Eiche, Linde, Walnuss und Traubenkirsche.


Medieninformation der Stadt Speyer vom 7. Februar 2024