Startschuss für SchUM-Artist in Residence 2026


Die Ankunft des Speyerer Stipendiaten Roy Efrat (v.l.n.r.: Stefanie Seiler (Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer und Vorstandsvorsitzende des SchUM-Städte e.V.), Begleitung Roy Efrat, Roy Efrat, Prof. Dr. Alexander Schubert (Bürgermeister der Stadt Speyer))


In den vergangenen Tagen sind die mit Spannung erwarteten internationalen Stipendiat*innen Roy Efrat, Atalya Laufer und Raphaël Fischer-Dieskau des diesjährigen Stipendienzeitraums von SchUM-Artist in Residence in Speyer, Worms und Mainz eingetroffen und haben ihre jeweiligen Arbeitsaufenthalte begonnen. Von Ende April bis Ende Mai 2026 werden sie sich vor Ort künstlerisch mit der Geschichte und Kultur der SchUM-Gemeinden auseinandersetzen. Ziel des Stipendienprogramms ist es, historische Orte, Traditionen und Erinnerungsräume in einen Dialog mit aktuellen künstlerischen Perspektiven zu bringen und so neue Zugänge zum jüdischen Erbe am Rhein zu schaffen. Das Künstlerresidenzprogramm der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz in Kooperation mit dem SchUM-Verein setzt damit die erfolgreiche Reihe der vergangenen Jahre fort und stärkt erneut die Verbindung von zeitgenössischer Kunst und dem historischen UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz. Birgit Kita, Site-Managerin der SchUM-Stätten und Geschäftsführerin des SchUM-Städte e. V., freut sich über den Beginn der Residencies: „Mit großer Spannung und Freude blicken wir auf die kommenden Wochen und auf die Entwicklung der drei sehr unterschiedlichen und innovativen künstlerischen Arbeiten. Das Residenzprogramm ist für uns von besonderer Bedeutung, da es die SchUM-Stätten als lebendige Erinnerungs- und Begegnungsräume stärkt und die Verbindung von Geschichte, kulturellem Erbe und Kunst auf eindrucksvolle Weise sichtbar macht.“

In Speyer hat der aus Israel stammende Video- und Augmented-Reality-Künstler Roy Efrat mit seinem ortsspezifischen Projekt Immersion: The Waters of Speyer begonnen. Ausgehend von der mittelalterlichen Mikwe im Speyerer Judenhof entwickelt er eine immersive Verbindung aus Malerei, Klang und Augmented Reality, die Ritual, Erinnerung und digitale Gegenwart miteinander verschränkt. In zeichnerischen und collagierenden Arbeiten untersucht die in Israel geborene Künstlerin Atalya Laufer in ihrem Projekt Frauen in und aus der Nische – und ringsherum die Sichtbarkeit und Überlieferung weiblicher Stimmen im historischen Kontext. Ausgangspunkt ist die Nische in der Wormser Frauenschul sowie die damit verbundene Raschi-Legende. Der Berliner Künstler Raphaël Fischer-Dieskau entwickelt in Mainz eine Klanginstallation an der Schnittstelle von Performance, Skulptur und Art-Science. Seine Arbeit verbindet liturgische Gesänge, Gebetstraditionen und ökologische sowie technologische Narrative zu einem interaktiven Klangraum, der auf die Besuchenden reagiert und so Erinnerung als lebendigen Prozess erfahrbar macht.

Bereits in der kommenden Woche erhalten Interessierte erstmals die Gelegenheit, die diesjährigen Stipendiat:innen und ihre Projekte näher kennenzulernen: In den „Artist Talks“ (Künstler*innen-Gespräche) stellen die Kunstschaffenden ihre Vorhaben, und Arbeitsansätze vor und berichten über ihre ersten Eindrücke aus den SchUM-Städten. Die Gespräche bieten einen unmittelbaren Einblick in die künstlerischen Prozesse und eröffnen den Dialog zwischen Kunst, Geschichte und Gegenwart. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Mi 6. Mai | 14:30 Uhr | Speyer:
Artist Talk mit Roy Efrat (Englisch)
Künstlerhaus Speyer, Große Sämergasse 1A, 67346 Speyer

Mi 13. Mai | 18 Uhr | Worms:
Artist Talk mit Atalya Laufer, Lena Berkler (Kulturkoordination
Worms) und Birgit Kita (SchUM-Städte e.V.)
SchUM-Lab, Neumarkt 10, 67547 Worms

Do 21. Mai | 18 Uhr | Mainz:
Artist Talk und Cello-Konzert mit Raphaël Fischer-Dieskau
Klarastraße 10, 55116 Mainz


Medieninformation des SchUM-Städte e. V. sowie den Städten Speyer, Worms und Mainz vom 30. April 2026