Vier Fragen an Abena Boachie


Wie erlebst Du die Zeit der Corona-Krise? Wie wirkt sich das auf Deinen Alltag und Dein Schaffen aus?

Die Krise ist für mich ein harter Rückschlag. Es ist schwer, finanziell über die Runden zu kommen. Mein Alltag zieht sich wie Kaugummi. Normalerweise wäre ich jetzt, um diese Jahreszeit, mit Weihnachtsmarkt und Weihnachtsfeiern beschäftigt. Das ist dieses Jahr nicht drin.

Es wurden jede Menge Hilfspakete geschnürt – auch für Kulturschaffende und die Veranstaltungsbranche. Funktioniert das für Dich?

Ganz im Gegenteil; laut Amt verdiene ich angeblich noch zu gut. Also wurde mein Antrag abgelehnt. Tolle Unterstützung!

Was glaubst Du, wie sich die derzeitige Situation auf die Zukunft für Kulturschaffende bzw. die Veranstaltungsbranche auswirkt?

Ich sehe schwarze Wolken. Schon alleine deshalb, weil es keine Weihnachtssaison gibt. Wie soll es dann zu Ostern werden? An Fasching will ich erst gar nicht denken. Ich glaube schon, dass wir an warmen Tagen oder im kommenden Sommer wieder rocken dürfen. Aber das nur sehr begrenzt, was ich nicht schön finde. Menschen wollen feiern und sie sollen auch feiern. Feiern macht Freude für Jung und Alt, das sollte man nicht verbieten.

Was erwartest Du von der Politik für die Zeit nach Corona?

Politikerinnen und Politiker sollten mehr ihren Verstand benutzen, keine Hysterie und Panik verbreiten. Sie sollen menschliche, respektvolle und humanitäre Entscheidungen treffen, die relevant und sinnvoll sind. Erst prüfen, adäquate Informationen beschaffen und darüber nachdenken, bevor man blind handelt und falsche Maßnahmen plant.


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