Speyerer Bündnis für bezahlbares und klimaangepasstes Wohnen unterzeichnet neues Bündnispapier bis 2030



Das Bündnis wurde bereits 2017 im Rahmen der städtischen Baulandstrategie ins Leben gerufen. Seither dient es dem regelmäßigen Austausch zu zentralen Fragen der Wohnraumversorgung zwischen Stadtverwaltung, Politik, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie Interessenvertretungen. 2019 wurde erstmals ein gemeinsames Bündnispapier unterzeichnet. Dessen Bilanz fällt trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv aus: Die Zahl der Baufertigstellungen konnte konstant gehalten und zusätzlicher geförderter Wohnraum geschaffen werden.


Mit dem Ende der Laufzeit des Bündnispapieres im Jahr 2025 wurden die Baulandstrategie neu aufgestellt, das Wohnungsmarktkonzept überarbeitet und der Bündnisprozess wiederaufgenommen. In drei gemeinsamen Sitzungen erarbeiteten die Akteure, unterstützt durch das Planungsbüro GEWOS, ein konsensfähiges Konzept mit einheitlichen Zielen und Standards.


Im Unterschied zur ersten Bündnisphase rückt das neue Papier stärker qualitative Aspekte in den Mittelpunkt. Neben der konsequenten Umsetzung der Sozialquote stehen insbesondere die Schaffung bedarfsgerechten und barrierefreien Wohnraums, die Aufstockung und Nachverdichtung im Bestand, die Reaktivierung von ungenutztem oder fehlgenutztem Wohnraum sowie die Nutzung bereits erschlossener Flächen und Baulücken im Fokus.

 

Kern des neuen Bündnispapiers ist ein Maßnahmenbaukasten, der aus dem intensiven, ergebnisoffenen Dialog aller Beteiligten hervorgegangen ist. Er ermöglicht es, flexibel und situationsbezogen geeignete Instrumente einzusetzen – abhängig von der räumlichen Lage, der zeitlichen Priorität und dem konkreten Bedarf. Sowohl die Stadtverwaltung als auch private Wohnungsmarktakteure leisten hierzu ihren Beitrag.

 

Das neue Bündnispapier gilt bis 2030 und schafft damit einen verlässlichen Rahmen für die weitere Entwicklung des Speyerer Wohnungsmarktes. Mit ihrer Unterschrift bekräftigen die beteiligten Akteure verbindlich, welche Ziele sie gemeinsam verfolgen und auf welche konkreten Standards sie sich verständigt haben.

 

Die Unterzeichnung markiert den Beginn der konsequenten Umsetzungsphase der Baulandstrategie. Nun sind alle Partner gefordert, die vereinbarten Maßnahmen aus dem Instrumentarium des Baukastens schrittweise in konkrete Projekte zu überführen. Für ausgewählte Schlüsselmaßnahmen sollen zudem Fördermittel des Landes akquiriert werden, um zusätzliche Impulse für die Schaffung und den Erhalt von bezahlbarem und klimaangepasstem Wohnraum zu setzen.


„Mein besonderer Dank gilt allen Bündnispartnern, dem Büro GEWOS sowie den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Speyer für ihr engagiertes und interdisziplinäres Mitwirken an der Fortschreibung des Bündnispapiers. Gemeinsam tragen wir Verantwortung dafür, dass Speyer auch künftig eine Stadt bleibt, in der bezahlbares und klimaangepasstes Wohnen selbstverständlich ist“, betont Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.



Medieninformation der Stadt Speyer vom 6. März 2026