Energie sparen, Klima schützen, Alltag entlasten: Neues Soziales Energieprojekt startet in Speyer


„Als Stadt sehen wir es als unsere Aufgabe, Klimaschutz so zu gestalten, dass er für alle leistbar ist. Das Projekt zeigt, dass auch kleine Schritte Wirkung entfalten können“, so Beigeordnete und Umweltdezernentin Irmgard Münch-Weinmann.

Der offizielle Projektstart erfolgt am 19. Januar 2026. An diesem Tag übergeben Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann und Klimaschutzmanager Christoph Ritter im Rahmen einer Fahrradtour kostenfreie Energiesparartikel an drei Ausgabestellen: die Caritas in der Ludwigstraße 13a, die Diakonie in der Ludwigstraße 30 sowie die Jungen Menschen im Aufwind (JuMA) des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in der Birkenwegstraße 63a.

„Wir erleben in unseren Beratungsstellen täglich, wie stark steigende Energiekosten Familien belasten können. Viele stehen vor der schwierigen Entscheidung, an welcher Stelle sie noch sparen sollen. Das Energiesparprojekt der Stadt Speyer unterstützen wir gerne, da es mit einfachen Mitteln Haushalte konkret entlasten kann“, so Birgit Lommel, Regionalleitung Ost des Diakonischen Werks Pfalz.

Teilnehmende Haushalte erhalten kostenlos ausgewählte Energiesparartikel, die unmittelbar dabei helfen, Strom- und Wasserverbrauch zu senken und damit Kosten einzusparen. Zum Angebot zählen LED-Leuchtmittel, abschaltbare Steckerleisten sowie Wassersparaufsätze (Perlatoren).

„JuMA engagiert sich täglich für den Klimaschutz. Auch im Alltag achten wir bewusst darauf, aktiv zum Schutz unserer Umwelt beizutragen und setzen uns dafür ein, mit unseren Projekten unsere Mitmenschen für Umweltthemen zu sensibilisieren. Dabei zeigen wir sowohl konkrete Möglichkeiten zum Mitmachen auf als auch die Folgen für unsere Umwelt, wenn ein Umdenken ausbleibt.  Selbst kleine Beiträge leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Unserer Umwelt zuliebe – und damit auch uns, die wir ein Teil dieser sind – ist es wichtig, nicht in alten Mustern zu verharren, sondern sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Daher freuen wir uns als Ausgabestelle ein Teil des neuen „Sozialen Energieprojektes“ sein zu dürfen“, betonen Stephanie Peritjatko und Frank Pasch, Einrichtungsleitungen von JuMA.

LED-Leuchten verbrauchen bis zu 85 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen oder Halogenlampen. Bei einer durchschnittlichen täglichen Nutzung von etwa vier Stunden können so Einsparungen von rund 30 Euro pro Jahr erzielt werden – ohne Einbußen beim Nutzungskomfort. Alte Leuchtmittel können direkt gegen LED-Lampen ausgetauscht werden.

Auch abschaltbare Steckerleisten tragen zur Reduzierung des Stromverbrauchs bei. Viele Elektrogeräte verbrauchen selbst im Standby-Modus weiterhin Energie. Durch das vollständige Abschalten lassen sich unnötige Stromkosten mit geringem Aufwand vermeiden.

Wassersparaufsätze reduzieren den Wasserverbrauch an Waschbecken oder in der Küche von bis zu 20 Litern auf etwa 5 bis 7 Liter pro Minute. Dadurch wird weniger Wasser erhitzt, was sowohl den Energieverbrauch als auch die laufenden Kosten senkt. Pro Person sind Einsparungen von bis zu 60 Euro im Jahr möglich.

Das Projekt richtet sich gezielt an Haushalte mit geringem Einkommen. Klimaschutz soll für alle zugänglich sein und darf kein Luxus sein. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, aktiv Energie zu sparen, Kosten zu senken und einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

Die Energiesparartikel wurden mit Fördermitteln aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ des Landes Rheinland-Pfalz finanziert.

Die Stadt Speyer bedankt sich bei ihren Kooperationspartnern für die Unterstützung und den gemeinsamen Einsatz. Während der Projektlaufzeit bleibt die Stadt im engen Austausch mit den beteiligten Ausgabestellen und den Teilnehmenden, um Erfahrungen zu sammeln und das Angebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.



Medieninformation der Stadt Speyer vom 15. Januar 2026