Online-Symposium "Künstlerpaare der Moderne. Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs"


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Ausgangspunkt für den wissenschaftlichen Diskurs zahlreicher herausragender Spezialist*innen dieser spannenden Thematik der Kunstgeschichte ist das Erscheinen des zweiten Bandes der von Felix Billeter und Maria Leitmeyer herausgegebenen und bearbeiteten Edition der Korrespondenz des Künstlerpaares Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann. Die Publikation mit dem Titel „Stürmische Zeiten“ der Jahre 1915-1943 setzt den ersten Band „Sehnsucht nach dem Anderen“ der Pariser Jahre 1909-1914 im engen Kreis um Henri Matisse fort. Auf Basis dieser Quellenforschung wird das Speyerer Symposium die spannende Thematik der Künstlerehe im 20. Jahrhundert aufgreifen und am Beispiel von Reinhold und Sabine Lepsius, Oskar und Marg Moll, Leo von König und Mathilde Tardif, Maria Caspar-Filser und Karl Caspar, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky und schließlich Max Beckmann und Minna Tube beleuchtet.

Das Symposium findet online statt. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie den Link zur Zoom-Veranstaltung.

 

Weitere Details: Flyer 




Programm:

6. Juli 2021

14.00 Beginn des Symposiums mit den Grußworten von: Stefanie Seiler (Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer),  Regina Hesselberger-Purrmann (Enkelin von Hans und Mathilde Purrmann und Architektin, Vorstand der Hans Purrmann Stiftung, München) und Robert Wieland (Urenkel von Hans und Mathilde Purrmann, Hans Purrmann Archiv München)

14.30 "Es ist recht leer ohne Dich". Künstlerpaare der Moderne (Dr. Felix Billeter, Leiter des Hans Purrmann Archivs in München und Maria Leitmeyer M.A., Kustodin des Museums Purrmann-Haus Speyer)

15.00 Vom Schatzfund zur Brücke. Der Briefwechsel von Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann und der Diskurs mit anderen Künstlerpaaren (Dr. Peter Kropmanns, freier Kunsthistoriker, Paris)

16.15 Oskar und Marg Moll. Ein großbürgerliches Künstlerehepaar zwischen wilheminischer Ära und nationalsozialistischer Diktatur (Dr. Gerhard Leistner, ehemaliger Sammlungsleiter (Gemälde/Skulptur) und Ausstellungskurator, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg)

17.00 Leo von König und Mathilde Tardif. Panoptikum der Gesellschaft um 1900  Dr. Ingrid von der Dollen, freischaffende Kunsthistorikerin)

17.45 Eigenart und Einklang. Die Kunst- und Lebensgemeinschaft von Maria Caspar-Filser und Karl Caspar Dr. Stefan Borchardt, freier Kunsthistoriker, Emden 


7. Juli 2021 

9.00 Präsentation Museum Purrmann-Haus Speyer

9.30 "Nicht zum Paradiesvogel bestimmt". Das Künstlerpaar Reinhold und Sabine Lepsius (PD Dr. Annette Dorgerloh, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kunst- und Bildgeschichte)

10.15 Gabriele Münter und Wassily Kandinsky. Geschichte und Rezeption eines Künstlerpaares der Moderne (Dr. Isabelle Jansen, Leiterin der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München)

11.30 Beziehung als Kunststoff. Das Künstlerpaar Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin (Dr. Roman Zieglgänsberger, Kustos der Klassischen Moderne, Museum Wiesbaden)

12.15 Max Beckmann und Minna Tube. Märchenprinzessin und Seelenverwandte (Dr. Christiane Zeiller, Max Beckmann Archiv der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München)


Neuerscheinung zum Symposium

Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann zählen zu den bedeutenden Malerpaaren der Klassischen Moderne. Nach der Herausgabe ihres zweibändigen Briefwechsels öffnet der Diskurs mit anderen Künstlerpaaren ihrer Zeit ein breites Spektrum vielfältiger Lebensbilder. Die Rollenverteilung in Partnerschaft und Familie sowie die Ausbildung, der Alltag der künstlerischen Arbeit oder Stellung und Rang im Ausstellungswesen sind spannende Aspekte der modernen Kunstgeschichte. In den Beiträgen hochkarätiger Spezialistinnen und Spezialisten wird dieses Phänomen am Beispiel von Reinhold und Sabine Lepsius, Oskar und Marg Moll, Leo von König und Mathilde Tardif, Maria Caspar-Filser und Karl Caspar, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky und schließlich Max Beckmann und Minna Tube beleuchtet. Es entsteht ein imposantes Panorama der Avantgarde, in dem neben der Genderproblematik auch Netzwerke der Moderne deutlich werden. 

Die Publikation wurde gefördert von der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Hans Purrmann Stiftung und der Kulturstiftung Speyer (aus Mitteln der Dr. Heinz Danner-Stiftung).

Die Publikation kann im Purrmann-Haus Speyer (Vorbestellung auch gerne per Telefon 06232 142020 oder per E-Mail an: purrmann-haus-speyer@gmx.net) sowie im Buchhandel erworben werden.

Künstlerpaare der Moderne. Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs, hg. von Felix Billeter und Maria Leitmeyer, mit Beiträgen von Stefan Borchardt, Ingrid von der Dollen, Annette Dorgerloh, Isabelle Jansen, Peter Kropmanns, Gerhard Leistner, Christiane Zeiller und Roman Zieglgänsberger, Deutscher Kunstverlag Berlin/München 2021, 176 Seiten, 60 Abb., 18,- €. ISBN: 978-3-422-98650-3