Klanggarten Leist


Klanggarten Leist
Im Klanggarten Leist entführt der Sounddesigner und Musiker Karl Atteln die Besucher*innen mit der Audioinstallation "Tension/Intension" zu einem akustischen Kurzurlaub im Grynen.  


Der Sounddesigner und Musiker Karl Atteln entführte dort die Besucher*innen mit einer Audioinstallation zu einem akustischen Kurzurlaub im Grünen. „Tension/ Intension" nannte er dieses Hörerlebnis, und in der Tat stieg die Spannung, wenn man den Klanggarten betrat.

Kleine lampenschirmartige Kästen aus Holz, bestückt mit Lautsprechern, waren über den üppig bewachsenen Hof gespannt. Zwei elegante Designer-Stühle luden zum Verweilen ein. Im Hintergrund ragte der Turm der Gedächtniskirche in den Himmel. Man brauchte keine Kopfhörer, sondern nur ein wenig Zeit, um in diese wundersame Welt von Gartengeräuschen einzutauchen. Die Komposition dauerte ca. 12 Minuten und lief immer wieder in einer Wiederholungsschleife.

"Convince me that you have a seed there, and I am prepared to expect wonders."
(Überzeuge mich, dass du ein Samenkorn hast, und ich bin darauf vorbereitet, Wunder zu erwarten)
- Henry David Thoreau

Klanggarten Leist
Kleine lampenschirmartige und mit Lautsprechern bestückte Kästen aus Holz zieren den Garten.

Die Audioinstallation ließ sich von dem Gedanken leiten, die akustische Landschaft eines Gartens zur Quelle von Musik zu machen. Karl Atteln hat sich auf die Suche nach solchen Klängen im eigenen Garten gemacht. Aus den Aufnahmen hat er kleine akustische „Häppchen“ herausgelöst, einen Vogelschrei, eine Biene, das Geräusch eine Spatens beim Umgraben, Wassertropfen bei Regen, der Klang kleiner Holzstöcke und noch vieles mehr. Um aus diesen Klangschnipseln musikalische Samen zu machen, hat er sie auf vielfältige Weise bearbeitet. Er zerschneidet sie, variiert Tonhöhe und Tempo, isoliert sie komplett von allen Nebengeräuschen, setzt sie in neue Zusammenhänge, und versucht so, sich ihrer Essenz zu nähern. Und wie aus einem Samen entstehen aus ihnen rhythmische, melodische und harmonische Klanggebilde, die in ihrer Struktur künstlich sind, deren Wesen aber immer noch eines ist: Ein Garten eben, ein Klanggarten.

Karl Atteln ist 1973 in Speyer geboren. Nach Schule und Zivildienst studierte er von 1995 bis 1998 Musik und Germanistik in Köln, wurde aber dabei nicht froh. Nach Abbruch des Studiums machte er eine Ausbildung zum Mediengestalter und widmet sich seitdem allem, was irgendwie Klänge macht. Als Sounddesigner für Filme, Hörspielmacher, Geräuschemacher, Komponist von Film- und Theatermusiken und als Mischtonmeister. Seit 2012 lebt er wieder in Schifferstadt und ist Vater von zwei Kindern.

Technische Realisation: Thomas Alfter


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