Gartenkunst im Altstadthof


Der Altstadthof ist ein Kunstgarten des Grynen Bandes.
Im Rahmen des Grynen Bandes haben Wolfgang und Claudia Germann ihren privaten Altstadthof geöffnet, der mit gärtnerischen Besonderheiten und originellen wie manchmal auch skurrilen Kunstwerken aufwartet.


Es handelt sich um das Anwesen in der Kleinen Pfaffengasse 25; der Hof ist über ein Tor in der Judengasse zugänglich.

Der fast verwunschen wirkende Hof lädt durch seinen Detailreichtum zum Verweilen ein. Bereits über dem blauen Eingangsportal in der Judengasse sind Nachbildungen von zwei Marienstatuetten zu sehen, deren Heiligenschein durch alte Vinylplatten markiert wird. Besucher*innen sollten das als ersten Hinweis verstehen, dass im Hof künstlerische Neigungen ausgelebt werden und nicht alles so ist wie es scheint. Das Tor steht offen oder ist angelehnt, und im Durchgang zum Hof sind deutlich lesbare Warnschilder zu sehen: „Verbotener Weg“, der „Durchgang ist nur bis auf Widerruf gestattet“ und Vorsicht: „Versuchsfläche – bitte nicht betreten“. Eintretende sollten das als Ermutigung verstehen, den außergewöhnlichen Altstadthof zu erkunden.  

Der Altstadthof ist ein Kunstgarten des Grynen Bandes.
Das grüne "Y" über dem Tor in der Judengasse weist den Weg in den etwas versteckt liegenden Altstadthof.

Das Haus selbst ist auf römische Fundamente gegründet, war einst Heimstätte eines Speyerer Rabbiners, zwischenzeitlich Sitz der französischen Verwaltung, dann Standesamt und ist heute in privater Hand. Die wechselvolle Geschichte des Anwesens kann nur noch erahnt werden, hat doch der Mittelteil des Hauses die Zerstörung Speyers im Jahre 1689 überstanden. Die teilweise  noch vorhandenen Stuckdecken und Originalböden zeugen von seiner einstigen Herrschaftlichkeit. Wer das mittelterliche Straßenniveau von Speyer erahnen will, der sollte einen Blick in den stets geöffneten Kellerabgang werfen, der mehr als vier Meter in die Tiefe führt.   

Die gärtnerische Vielfalt im Hof ist erstaunlich: Dort wachsen in wildromantischer Umschlingung Blutorangen, Feigen, Nashi-Birnen, Passionsblumen, ein aus der Bibel bekannter „brennender Busch“ und eine Weinrebe, die durch Haus und Mauern dringt und draußen in der Gasse noch zahlreiche Ranken bildet.

Großformatige Folienbilder zieren die Wände im Hof, am Dachgiebel wiegen bunt beklebte Vinylplatten auf alten Bettfedern im Wind. Skurrile Darstellungen des Alltages, Skulpturen und Objekte begleiten die Besucher*innen in jeder Ecke des Hofes. Ganze Türme von übereinander gestapelten Kaffeetassen und Kannen wuchern in guter Nachbarschaft mit den Pflanzen und Bäumen in den Himmel und zeugen von der exzessiven künstlerischen Betätigung des Hauseigentümers.

Mit ein bisschen Glück traf man im Hof oder in der Gasse auf die beiden Hauseigentümer, die sich gerne mit ihren Besucher*innen auf einen kurzen Plausch über Gott, die Kunst und die Welt einließen.


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