Sonderausstellungen


Sonderausstellung "Künstlerpaare der Moderne"
Blick in die Sonderausstellung "Künstlerpaare der Moderne"

Vorschau

Albert Weisgerber, Pariser Café, 1906, Albert-Weisgerber-Stiftung, St. Ingbert
Albert Weisgerber, Pariser Café, 1906, Albert-Weisgerber-Stiftung, St. Ingbert

C’est la vie! Pariser Bohème

Albert Weisgerber, Hans Purrmann, Rudolf Großmann

27.9.2025  bis 12.4.2026, Eröffnung am 26.09.2025, 18 Uhr, im Historischen Ratssaal der Stadt Speyer

Albert Weisgerber, Drei Männer auf dem Sofa, 1906, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (MPK)
Albert Weisgerber, Drei Männer auf dem Sofa, 1906, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (MPK)

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Pariser Bohème mit den bedeutenden Künstlern der Klassischen Moderne Hans Purrmann (1880-1966), Albert Weisgerber (1878-1915) und Rudolf Großmann (1882-1941) ! 

Im Umkreis von Henri Matisse erlebten die drei Freunde die inspirierende Atmosphäre dieser internationalen Avantgarde, die sich in privaten Akademien, Salons, Ateliers und Cafés der Szeneviertel wie dem Montparnasse versammelte. Am Puls der Zeit strebten sie nach Innovation und künstlerischer Herausforderung. Dabei entwickelten sie ihre ganz individuellen Bildlösungen. 

In der Ausstellung des Museums Purrmann-Haus treten die lichtdurchfluteten, farbintensiven Gemälde von Hans Purrmann und Albert Weisgerber in einen spannenden Dialog mit den dynamischen, ausdrucksstarken Zeichnungen und Druckgrafiken von Rudolf Großmann. 

Zahlreiche hochkarätige Leihgaben öffentlicher und privater Sammlungen spiegeln die einzigartige Energie und den zeitlosen Zauber von Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Freiheit, Inspiration, Internationalität und Kreativität bestimmten diese Zeit der Pariser Bohème. So zählten die Cafés, Varietés und der Zirkus sowie Straßenansichten und Menschenbilder der damals bedeutendsten Kunstmetropole der Welt zu beliebten Motiven.

Rudolf Großmann, Café-Konzert, nach 1905, Privatsammlung
Rudolf Großmann, Café-Konzert, nach 1905, Privatsammlung

Für Hans Purrmann, Albert Weisgerber und Rudolf Großmann wirkte die Pariser Schaffensperiode sowohl ihren Werken, als  auch im Leben noch lange nach. 1941 schrieb Rudolf Großmann an Hans Purrmann: „Ich denke oft an unsere Zeit d’autrefois, an Deine schönen farbigen Gleichnisse und wie wir erpicht waren darauf, Natur und Atmosphäre zu fassen. Was mögen die Freunde von damals machen? In Paris?“

Die Ausstellung im Museum Purrmann-Haus entführt die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise in die pulsierende Pariser Kunstszene Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit einer das Thema vertiefenden Multivision und einem abwechslungsreichen Begleitprogramm für alle Altersgruppen bietet die Ausstellung eine Plattform zum interdisziplinären Austausch. Ein reich bebilderter Ausstellungskatalog ermöglicht tiefere Einblicke in Werk und Leben der Künstlerfreunde im Zeichen der Pariser Bohème und ist ab der Eröffnung am 26.9.2025 im Museum erhältlich.

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz, von der Hans Purrmann Stiftung sowie der Kulturstiftung Speyer

Hans Purrmann, Blumen mit Gipshand, 1910, Sammlung LBBW,
Hans Purrmann, Blumen mit Gipshand, 1910, Sammlung LBBW


Rückblick 

Mathilde Vollmoeller, Paris 1908
Fotografin über Berlin, undatiert, vermutlich 1910, © ullstein bild collection - Berliner Illustrations-Gesellschaft

Purrmanns Welt im Licht der Fotografie: Matisse, Liebermann, Rilke & Co.

12.10.2024-27.4.2025

Die Magie der Fotografie liegt in ihrer einzigartigen Fähigkeit, flüchtige Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Mit einem einzigen Klick wird das Vergängliche unsterblich, das Unsichtbare sichtbar und das Alltägliche außergewöhnlich. Mit der Einführung des Rollfilms und später der Kleinbildkamera im frühen 20. Jahrhundert erlebte die Pressefotografie ihre erste Blütezeit. Namhafte Fotografinnen und Fotografen hielten bedeutende Momente und Personen der Geschichte sowie gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse in eindrucksvollen Bildern fest. Die Fotografie wurde somit zu einem zentralen Element der visuellen Kommunikation und der Dokumentation in der modernen Gesellschaft.

Die Ausstellung „Purrmanns Welt im Licht der Fotografie: Matisse, Liebermann, Rilke & Co.“ im Museum Purrmann-Haus widmete sich den Persönlichkeiten aus dem illustren künstlerischen, gesellschaftlichen und familiären Netzwerk von Hans Purrmann (1880-1966) und Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876-1943). Lebenslang pflegten sie enge Kontakte zu bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern der Moderne aus den Bereichen der Bildenden Kunst, Literatur, Theater und Film. Viele dieser Wegbereiterinnen und Wegbereiter wie beispielsweise Henri Matisse, Max Liebermann, Rainer Maria Rilke, Leo von König, Lovis Corinth, Karl Vollmoeller, Hermann Hesse, Josephine Baker, Erich Kästner oder Tilla Durieux, zählten zu beliebten Motiven führender Fotojournalistinnen und -journalisten ihrer Zeit. In den rund 100 Fotografien der Speyerer Ausstellung wurden ihre Geschichten lebendig und erzählten von den persönlichen Verbindungen zu Hans und Mathilde Purrmann. 

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der fotografischen Sammlung Ullstein bei ullstein bild in Berlin und dem Hans Purrmann Archiv in München realisiert. 

Das Interview, das Dr. Katrin Bomhoff, Senior Manager Asset & Exhibition der ullstein bild collection, mit Ausstellungskuratorin Maria Leitmeyer geführt hat, finden Sie hier.

Die Ausstellung wurde gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz.

Weitere Details finden Sie hier im: Flyer

Fotowettbewerb zur Sonderausstellung

Siegerfotos

Mit einem Doppelklick auf die einzelnen Fotos können Sie die Bilder in voller Größe sehen.

Aus allen Einsendungen hat die Fachjury, bestehend aus den beiden renommierten Fotografen Klaus Landry und Klaus Venus sowie Tanja Binder, der Leiterin des Fachbereichs Kultur, Tourismus, Bildung und Sport der Stadt Speyer, die folgenden 15 Reiseimpressionen für das Finale ausgewählt. In der Sonderausstellung wurde eine Vitrine für die Fotografien der Endrunde eingerichtet. Die Besucherinnen und Besucher konnten bis zum Ausstellungsende ihre Stimmen im Museum abgeben. Die drei Siegerfotografien werden im Museum Purrmann-Haus präsentiert und sind dort bis zum 8. September zu sehen. 


Endrunde


Alle Einsendungen

Hier sehen Sie die großartigen Fotografien, die zu unserem Fotowettbewerb eingegangen sind. Ganz herzlichen Dank für all Ihre wunderbaren Reisebilder! Mit einem Doppelklick auf die einzelnen Fotos können Sie die Bilder in voller Größe sehen.

Wir verzichten bewusst auf die Nennung der Namen der Fotografinnen und Fotografen, um die unvoreingenommene Wirkung der Bilder zu gewährleisten. Nach der Entscheidung der Jury und der Abstimmung auf Facebook werden die  Siegerfotos namentlich bekannt gegeben. Sollten Sie Einwände gegen die Veröffentlichung Ihres eingesendeten Bildes haben, bitten wir Sie, sich an die folgende E-Mail-Adresse zu wenden: museum-purrmann-haus@stadt-speyer.de. Einzelübersichtt hier.

Die Einsendefrist des Fotowettbewerbs bis zum 31. Januar 2025 ist abgelaufen. Wir suchten die besten Amateur-Fotografien zum Thema »Meine Welt im Licht der Fotografie«. Viele der in der Ausstellung gezeigten Künstlerinnen und Künstler fanden auf zahlreichen Reisen Inspiration für ihr Schaffen. Sie schickten uns Ihre schönsten Reisefotos. Bis zum 31. Januar 2025 konnte pro Person eine Fotografie eingereicht werden. Aus den Einsendungen werden die drei besten Fotografien ausgewählt, die in der Ausstellung präsentiert werden. Zudem warten tolle Preise auf die Gewinner*innen: Die drei prämierten Fotograf*innen erhalten jeweils eine kostenlose Sonderführung durch die Ausstellung für eine Gruppe von maximal 20 Personen. Das waren die Teilnahmebedingungen: (1) Einsendung des Fotos bis zum 31. Januar 2025 per E-Mail mit Betreff "Fotowettbewerb" an: museum-purrmann-haus@stadt-speyer.de (2) Bestätigung, dass der Einreichende der/die Urheber*in des Fotos und mit einer Veröffentlichung im analogen und digitalen Bereich und Kontaktaufnahme einverstanden ist. (3) Es kann nur ein Bild pro Einsendender gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung des Gewinns. Im Falle eines Gewinns Aufnahme in Druckqualität kostenfrei und lizenzfrei für die Ausstellung. (5) Das ist das Auswahlverfahren: Eine Jury trifft eine Vorauswahl von 15 Bildern. Diese 15 Fotos werden auf der Homepage veröffentlicht und im Museum Purrmann-Haus zur Abstimmung der Besuchenden präsentiert. 


Karl Schmidt-Rottluff, Verandamorgen, 1951, Öl auf
Leinwand, Museum Wiesbaden, Foto: Bernd Fickert, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Freundespaare der Moderne. Karl Schmidt-Rottluff · Emy Roeder · Hans Purrmann

30.9.2023 bis 1.4.2024

Freundschaft gehört zu den großen Themen der Menschheit. Gerade in der von historischen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Freundschaft zu einem existenziellen Wert der Gesellschaft. 

Die Sonderausstellung „Freundespaare der Moderne" des Museums Purrmann-Haus in Speyer zeigt nicht nur zahlreiche großartige Werke von Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976), Emy Roeder (1890-1971) und Hans Purrmann (1880–1966), sondern erzählt auch Geschichten von unterschiedlichen Lebenswegen, Zeitgeschehen und von wahrer Freundschaft. 

Zu sehen sind Gemälde und Aquarelle von Karl Schmidt-Rottluff, der zu den Mitbegründern der Dresdner Künstlergruppe „Brücke“ gehört. Sein unverwechselbarer, farbgewaltiger Malstil machte ihn zu einem der bedeutendsten Protagonisten des deutschen Expressionismus. Seine Werke treten in den Dialog mit den ausdrucksstarken Plastiken von Emy Roeder, einer der ersten Bildhauerinnen der Moderne überhaupt, und den kraftvollen Gemälden im Sinne des Kolorismus von Hans Purrmann, dem Mitinitiator und Obmann der „Académie Matisse“.

Hochkarätige Leihgaben aus dem Museum Wiesbaden und dem Museum im Kulturspeicher Würzburg werden durch Gemälde aus der Sammlung des Museums Purrmann-Haus ergänzt. Als herausragende Vertreterin und Vertreter der Kunst der Moderne und beeindruckende Persönlichkeiten des beginnenden 20. Jahrhunderts haben Karl Schmidt-Rottluff, Emy Roeder und Hans Purrmann Werke von überzeitlicher Präsenz und kompositorischer Kraft geschaffen, die bis heute in ihren Bann ziehen. 

Der Ausstellungskatalog ist im Museum Purrmann-Haus in Speyer ab dem 29.9.2023 erhältlich: 

Freundespaare der Moderne. Karl Schmidt-Rottluff - Emy Roeder - Hans Purrmann, herausgegeben von Maria Leitmeyer, mit Beiträgen von Felix Billeter, Roman Zieglgänsberger und der Herausgeberin, Speyer 2023, 12,- € 

Weitere Details: Flyer 


Künstlerpaare der Moderne. Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs

25.9.2022-26.3.2023


Künstlerpaare sind ein besonders interessantes und vielschichtiges Thema, das durch die Wiederentdeckung und Neubewertung zahlreicher Künstlerinnen von großer Aktualität und Bedeutung ist. Lange galt große Kunst als vorwiegend männliche Leistung. Diese Perspektive bedarf einer Korrektur.

In der Ausstellung „Künstlerpaare der Moderne. Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs“ treten die Gemälde und Lebenswege von Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann in den Dialog mit den Werken und Biografien der Künstlerpaare Gabriele Münter und Wassily Kandinsky, Max Beckmann und Minna Tube, Reinhold und Sabine Lepsius, Oskar und Marg Moll, Leo von König und Mathilde Tardif und Anna von Hansemann, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin. Als Schlüsselpersönlichkeiten der europäischen Avantgarde der Moderne führten all diese Künstlerinnen und Künstler die Malerei zu neuen Wegen. Hochkarätige Leihgaben bedeutender öffentlicher Sammlungen und aus Privatbesitz erzählen die Geschichten von unterschiedlichen Partnerschaften, Lebensmodellen und künstlerischen Karrieren. Zu sehen sind ausdrucksstarke Selbstbildnisse und Porträts sowie herausragende Gemälde, Zeichnungen und Fotografien der gemeinsamen Lebensphase wichtiger Künstlerpaare der Moderne. Dabei gibt es zahlreiche Arbeiten der Künstlerinnen zu entdecken, die seit ihrer Entstehung erstmals wieder ausgestellt werden. Die Fragen zum Weg der Ausbildung, nach Realität und Alltag der künstlerischen Arbeit, nach Stellung und Rang in Ausstellungswesen und Kunstmarkt sowie nach der Rollenverteilung in Partnerschaft und Familie werfen das Licht auf ein breites Spektrum vielfältiger Lebensbilder. Die von Maria Leitmeyer kuratierte Ausstellung entführt auf eine eindrucksvolle Reise in die kraftvolle Welt der Malerei der Moderne und erlaubt spannende Einblicke in die Biografien der bedeutendsten Künstlerpaare ihrer Zeit.

Felix Billeter/Maria Leitmeyer (Hg.): Sehnsucht nach dem Anderen – Eine Künstlerehe in Briefen 1909-1914, Berlin/München 2019, 14,90 €; Stürmische Zeiten – Eine Künstlerehe in Briefen 1915-1943, Berlin/München 2020, 18 €; Künstlerpaare der Moderne. Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs, Berlin/München 2021, 18 €

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz, von der Hans Purrmann Stiftung sowie der Kulturstiftung Speyer.

Weitere Details: Flyer 

Besucherstimmen zur Sonderausstellung

„Berührend schön!“ - „Eine wahrlich wunderbare Ausstellung, ausdrucksstark, thematisch hoch interessant, herausragend ausgearbeitet und präsentiert, schlichtweg klasse und empfehlenswert!“ - „Vielen Dank für diese wunderbare Ausstellung, so sensibel und liebevoll zusammengestellt, die doch den Finger in die Wunde typischer Frauenschicksale legt.“ - „Eine hinreißende Ausstellung der Künstlerpaare, in deren Mittelpunkt das Purrmann-Paar steht.“ - „Eine inspirierende und wunderschöne Ausstellung in einem grandiosen Ambiente! Danke!“ - „Eine beeindruckende Ausstellung: Vergleich der Künstlerpaare noch nie vorher gesehen!" - „Inspirierend, relevant, gut konzipiert!“ - „Vielen Dank für die wertvolle und besondere Ausstellung. Tolles Thema, gerne mehr davon!“ - „Großartige Präsentation! Bin begeistert („inspiriert“) und werde diese ganz wunderbare Ausstellung von Herzen weiterempfehlen.“ - „Eine wunderbare Idee, Paare in ihrer Schaffenskraft gegenüber zu stellen“ - "Eine sehr schöne Ausstellung, bei der man viel über die Rolle der Frau in dieser Zeit lernen kann, vielen Dank!" - „Eine sehr gelungene Ausstellung und exzellente kuratorische Leistung!“ - "Eine großartige Ausstellung! Lohnt sich, ein viertes Mal zu besuchen“ - „Wunderbare Ausstellung – wir haben die Begegnung mit den farbenfrohen Gemälden sehr genossen!“ - „Liebevolle Ausstellung, die belegt, wie unterbewertet Künstlerinnen bis heute werden.“