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Allgemeine Beschreibung

Die Hundesteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Sie kann von den Gemeinden nach kommunalem Satzungsrecht für das Halten von Hunden erhoben werden. Halter eines Hundes ist derjenige, der einen Hund im eigenen Interesse oder im Interesse seiner Haushalts- oder Betriebsangehörigen aufgenommen hat. Jeder Hundehalter ist verpflichtet, seinen Hund anzumelden.

Die Meldepflicht ist im Einzelnen in der jeweiligen kommunalen Satzung geregelt. Diese sieht eine Anmeldepflicht regelmäßig vor,

  • wenn der Hund älter als drei Monate ist,
  • bei Neuerwerb eines Hundes oder Zuzug mit Hund,
  • bei Pflege oder Verwahrung eines Hundes über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten.


Weitere Informationen zu gefährlichen Hunden finden Sie hier.

Spezielle Hinweise für - Stadt Speyer

Steuersätze der Stadt Speyer (Stand 2015):

(1)

Die Steuer beträgt im Kalenderjahr für

 

 

a) den ersten Hund

105 Euro

 

b) den zweiten Hund

135 Euro

 

c) jeden weiteren Hund

155 Euro

 

d) den ersten gefährlichen Hund

385 Euro

 

e) jeden weiteren gefährlichen Hund

620 Euro

 

 

 

(2)

Als gefährliche Hunde im Sinne dieser Satzung gelten:

 

 

   a)

Hunde, die sich als bissig erwiesen haben,

   b)

Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen,

   c)

Hunde, die in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben und

   d)

Hunde, die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben.

 

Hunde der Rassen

  • Pit Bull Terrier,
  • American Staffordshire Terrier,
  • Staffordshire Bullterrier,

sowie Hunde, die von einer dieser Rassen abstammen, sind gefährliche Hunde im Sinne dieser Satzung.

 

 

(3)

Hunde, für die nach § 5 Steuerbefreiung gewährt wird, und gefährliche Hunde sind beim Halten mehrerer Hunde bei der Berechnung der Hundeanzahl nach Abs. 1 a) und b) nicht anzusetzen. Der Steuersatz für gefährliche Hunde nach Abs. 1d) bleibt hiervon unberührt. Hunde, für die die Steuer nach § 6 ermäßigt wird, gelten als erste Hunde.

 

 

(4)

Der erhöhte Steuersatz nach Abs. 1 d) und e) entfällt mit Ablauf des Kalendermonats, nach dem die Unfruchtbarmachung des Hundes durch tierärztliche Bescheinigung nachgewiesen und die erfolgreiche Teilnahme an einer Begleithundeprüfung oder eines Team-Tests durch den Verband für das deutsche Hundewesen - VDH - bestätigt wird.

 

 

(5)

Änderungen der Steuersätze nach § 4 Abs. 1 dieser Satzung werden in der jeweils gültigen Haushaltssatzung bekannt gemacht

Link zum vollständigen Text der -->  Text der Hundesteuersatzung der Stadt Speyer
(Hinweis: die dort formulierten Steuersätze sind nicht mehr aktuell; sie werden durch die Haushaltssatzung der Stadt Speyer jährlich festgelegt)

Kosten

Der Steuersatz variiert von Ort zu Ort; für gefährliche Hunde ist oftmals eine erhöhte Steuer festgelegt.

Ergänzungen

Die kommunalen Satzungen sehen regelmäßig Befreiungs- und Ermäßigungstatbestände vor, etwa für Hunde, die zu bestimmten Bewachungszwecken gehalten werden (z. B. Bewachung von Herden oder abgelegenen Wohngebäuden) sowie für Blindenhunde und Sanitätshunde. Dies gilt nicht, wenn es sich um einen gefährlichen Hund handelt.

Zuständige Mitarbeiter

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