
Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die Umweltpaten Speyer-Römerberg, die sich mit ihrem „Kippen-Projekt“ beworben haben. Ziel des Projekts ist es, in Zusammenarbeit mit der JUMA Speyer Ständer für Kippendosen herzustellen, mehrsprachige Plakate auf Sperrholzplatten zu montieren und die Leerung der Dosen mit der JUMA zu koordinieren.
Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann gratulierte den Preisträger*innen bei der Verleihung in der Schule im Erlich: „Ich freue mich sehr, dass sich die Umweltpaten Speyer-Römerberg mit ihrem Kippen-Projekt für eine saubere Umwelt einsetzen und dabei auch junge Menschen aktiv einbinden. Besonders schön ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Sammeldosen und Informationstafeln selbst gestalten und so unmittelbar erleben, wie sie mit ihrem Engagement etwas bewirken können. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten sowie der JUMA Speyer für die Zusammenarbeit und ihren Einsatz für den Umweltschutz.“
Da eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Zigarettenkippen möglichst früh gefördert werden soll, arbeiteten die Umweltpaten mehrere Monate mit einer Klasse von David Kuhnert an der Schule im Erlich zusammen. Ziel war es, dass die Kinder die einzelnen Arbeitsschritte eigenständig umsetzen. Dazu gehörten das Bemalen der Dosen, deren Anbringung an einer Sperrholzplatte das Einbrennen der Namen der Jugendlichen in das Holz sowie die Montage mehrsprachiger Informationsplakate zum Thema Zigarettenkippen.
Die ersten Standorte im Jahr 2025 – bei der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) und auf dem Berliner Platz – zeigten sehr erfreuliche Ergebnisse. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse zur Aufstellung der Sammeldosen flossen in Anpassungen zur Erhöhung ihrer Sicherheit ein, die anschließend umgesetzt wurden. Im Jahr 2026 wurden weitere Kippensammeldosen aufgestellt.
Die Umweltdezernentin dankte außerdem allen Bewerberinnen und Bewerbern des Umweltpreises: „Mit dem Umweltpreis möchten wir Menschen dazu ermutigen, sich aktiv für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen. Das Kippen-Projekt zeigt beispielhaft, wie durch gemeinschaftliches Engagement und kreative Ideen ein konkreter Beitrag zu einer sauberen Umwelt geleistet werden kann. Jede und jeder Einzelne kann etwas bewirken.
Um die Vielfalt der Bewerbungen sicherzustellen, wurde der Umweltpreis 2025/2026 ohne Motto ausgeschrieben.
Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtklima, Umwelt und Nachhaltigkeit, entschied im Rahmen der Ausschusssitzung am 3. September 2026 über die Preisvergabe und sprach sich in einer Stichwahl für das „Kippen-Projekt“ der Umweltpaten Speyer-Römerberg aus.
Neben den Umweltpaten Speyer-Römerberg hatten sich sechs weitere Projekte um den Umweltpreis beworben: der in der Stichwahl knapp unterlegene Biologiekurs des Hans-Purrmann-Gymnasiums mit dem Projekt „Russenweiher – Act local – think global“, die Klasse 8c des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasiums („Ausstellung zum bewussteren Umgang mit der Umwelt“), die Friday-Gruppe der Reformschule (Projekt „Mehr Grün für Speyer“), der Angelsport- und Fischzuchtverein Speyer e. V. („Sauberkeit von Gewässern und Ufern“), Jörg Pfänder („Biodiversitätshotspot im Stadtwald“) sowie die Fahrradwerkstatt („Aufbereitung von gebrauchte Fahrrädern und Ausgabe an Bedürftige“).
Medieninformation der Stadt Speyer vom 28. Oktober 2026


