Gemeinsam für ein grüneres und klimaangepasstes Speyer
Wo heute Pflastersteine und Asphalt liegen, können morgen Pflanzen wachsen, Regenwasser versickern und Bäume Schatten spenden. Mit der Initiative „Speyer pflastert ab“ möchte die Stadt Speyer mehr Flächen entsiegeln und begrünen – gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Ob im eigenen Vorgarten, auf einer Hoffläche, auf dem Schulgelände oder im Verein: Auch kleine Veränderungen können einen Beitrag zu einem grüneren und lebenswerteren Speyer leisten.
Machen Sie mit: Jeder Quadratmeter zählt!
Warum ist Entsiegelung wichtig?
Versiegelte Flächen nehmen Regenwasser kaum oder gar nicht auf. Bei Starkregen kann das Wasser nicht direkt vor Ort versickern. Gleichzeitig heizen sich befestigte Flächen im Sommer stark auf und tragen zur Entstehung städtischer Hitzeinseln bei.
Wo Pflaster und Asphalt weichen und wieder Grün entsteht, kann Regenwasser besser versickern. Bäume und Pflanzen spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung durch Verdunstung und bieten Lebensräume für Tiere.
Entsiegelung trägt damit dazu bei, die Folgen von Hitze und Starkregen abzumildern und die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt zu verbessern.
So können Sie mitmachen
1. Flächen auf dem eigenen Grundstück entsiegeln
Schauen Sie sich Ihren Vorgarten, Hof oder Ihre Einfahrt an: Wo ist eine befestigte Fläche vorhanden, die nicht unbedingt benötigt wird? Vielleicht lassen sich einzelne Pflastersteine entfernen und durch ein Beet, Stauden oder eine geeignete Begrünung ersetzen.
Mögliche Ansatzpunkte sind:
- Vorgärten und Hofflächen
- wenig genutzte befestigte Bereiche
- geeignete Stellplatz- und Randflächen
- kleine Flächen, auf denen Pflanzen statt Pflaster wachsen können
Prüfen Sie vor der Umsetzung, ob die Fläche für eine Entsiegelung geeignet ist und ob bauliche, rechtliche oder technische Anforderungen zu beachten sind.
2. Beim bundesweiten Wettbewerb „abpflastern“ mitmachen
Mit dem Wettbewerb „abpflastern“ treten Städte und Gemeinden bundesweit gegeneinander an. Ziel ist es, möglichst viele versiegelte Flächen dauerhaft zurückzubauen und wieder zu begrünen.
Mitmachen können Privatpersonen, Nachbarschaften, Vereine, Schulen, Unternehmen, Organisationen und Kommunen. Die entsiegelte Fläche wird online eingetragen und anhand der Postleitzahl der jeweiligen Kommune zugeordnet.
So können Sie Ihr eigenes Projekt umsetzen und gleichzeitig dazu beitragen, dass Speyer im bundesweiten Wettbewerb vorankommt.
3. Ideen für öffentliche Flächen einbringen
Auch im öffentlichen Raum gibt es Möglichkeiten für mehr Grün. Vielleicht kennen Sie einen Platz, eine befestigte Randfläche oder einen Bereich im Quartier, an dem zusätzliche Bepflanzung sinnvoll wäre.
Die Stadt Speyer lädt Sie ein, geeignete öffentliche Flächen und Ideen für mehr Entsiegelung und Begrünung über die städtische Beteiligungsplattform einzubringen.
4. Gemeinsam aktiv werden
Entsiegelung muss keine Einzelaktion bleiben. Sprechen Sie Ihre Nachbarschaft an, entwickeln Sie eine Idee mit Ihrem Verein oder planen Sie gemeinsam mit Ihrer Schule, Kita oder Ihrem Unternehmen ein Projekt.
Jede Initiative, die dauerhaft befestigte Flächen in begrünte Bereiche verwandelt, kann einen Beitrag leisten.
Auch die Stadt Speyer packt an
Die Stadtverwaltung setzt bereits an verschiedenen Stellen auf Entsiegelung und zusätzliche Grünflächen. Maßnahmen wurden unter anderem am St.-Guido-Stifts-Platz und am Heinrich-Lang-Platz umgesetzt. In der Burgstraße ist der Rückbau eines zu schmalen Radwegs im Seitenraum in Umsetzung; die frei werdenden Flächen sollen entsiegelt werden.
Weitere Maßnahmen sind geplant oder werden vorbereitet. Dazu gehören Baumpflanzungen am Berliner Platz und auf dem Bahnhofsvorplatz. Auch bei künftigen Straßenbauprojekten sollen Möglichkeiten für Bäume, Pflanzbereiche und eine natürliche Versickerung geprüft werden.
Entsiegelung und Begrünung sollen außerdem bereits bei der Stadtplanung berücksichtigt werden. Der Bebauungsplan für das östliche Erlichgebiet an der Waldstraße enthält beispielsweise verbindliche Vorgaben zur Dach- und Fassadenbegrünung.
Die Stadt geht damit mit gutem Beispiel voran. Gleichzeitig ist die Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft gefragt.
JUGEND pflastert ab – junge Menschen gestalten mit
Auch Kinder- und Jugendeinrichtungen können sich engagieren. Mit „JUGEND pflastert ab“ gibt es einen bundesweiten Wettbewerb, bei dem Einrichtungen Flächen entsiegeln und ihre Projekte eintragen können.
Ob Kita, Schule, Jugendzentrum oder eine andere Kinder- und Jugendeinrichtung: Gemeinsam können junge Menschen erleben, wie sich das eigene Umfeld verändern lässt und warum Flächen für Pflanzen und Regenwasser wichtig sind.
Wer eine entsiegelte Fläche im gemeinsamen Wettbewerb einträgt und einer teilnehmenden Kinder- oder Jugendeinrichtung widmet, kann sowohl für die eigene Kommune als auch für die Einrichtung Punkte sammeln.
Informieren und loslegen
Sie möchten selbst aktiv werden oder andere für das Thema begeistern? Auf der offiziellen Wettbewerbsseite finden Sie Informationen zur Teilnahme sowie Materialien zum Weitergeben und Auslegen.
- Wettbewerb und Teilnahme: www.abpflastern.de
- Informationen zum Mitmachen: abpflastern – Mitmachen
- Informationsmaterialien und Flyer: abpflastern – Infomaterial
- Ideen für öffentliche Flächen in Speyer: mitgestalten.speyer.de
Weitere Informationsmaterialien der Stadt Speyer werden ergänzt, sobald sie zur Verfügung stehen.



