
Die Typisierungsaktion findet von 9.30 bis 15 Uhr im Stadtratssitzungssaal des Historischen Rathauses statt. Der Stadtvorstand übernimmt gemeinsam die Schirmherrschaft für die Aktion, während das Betriebliche Gesundheitsmanagement die Organisation koordiniert.
„Wenn eine Kollegin schwer erkrankt, lässt uns das nicht unberührt,“ Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. „Sabine Dittus arbeitet seit vielen Jahren mit uns zusammen. Wir möchten ihr in dieser schwierigen Situation zeigen, dass wir an ihrer Seite stehen. Natürlich können wir ihr die Sorge um ihre Gesundheit nicht abnehmen. Aber wir können gemeinsam versuchen, etwas zu tun – für sie und für andere Menschen, die dringend auf eine Stammzellspende warten. Vielleicht ist unter den Menschen, die sich bei unserer Aktion typisieren lassen, genau die Person, die einem erkrankten Menschen eine zweite Lebenschance geben kann. Und vielleicht können wir so gemeinsam etwas bewirken, das für einen anderen Menschen alles verändert.“
Die DKMS registriert potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender, um Menschen mit Blutkrebs und anderen schweren Erkrankungen des blutbildenden Systems eine Chance auf Heilung zu ermöglichen. Die Registrierung erfolgt in der Regel unkompliziert über einen Abstrich der Wangenschleimhaut. Anhand der gewonnenen Probe werden die Gewebemerkmale bestimmt und mit den Daten von Patientinnen und Patienten abgeglichen, die eine Stammzellspende benötigen. Entscheidend für eine erfolgreiche Stammzelltransplantation ist eine möglichst gute Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) zwischen spendender und empfangender Person.
Wird eine registrierte Person als passende Spenderin oder passender Spender identifiziert, folgen weitere Untersuchungen, um die Eignung für eine Stammzellspende zu prüfen.
Eine Registrierung als potenzielle Stammzellspenderin oder potenzieller Stammzellspender ist für gesunde Menschen zwischen 17 und 55 Jahren mit festem Wohnsitz in Deutschland möglich. Bereits 17-Jährige können sich registrieren lassen und werden ab dem 18. Geburtstag automatisch für die Spendersuche berücksichtigt. Eine Stammzellspende ist grundsätzlich bis zum 61. Geburtstag möglich. Wer bereits bei der DKMS oder einer anderen Stammzellspenderdatei registriert ist, muss sich nicht erneut anmelden. Bei schweren oder chronischen Erkrankungen sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte vorab die individuelle Eignung mit der DKMS unter medizinische-spenderanfragen@dkms.de geklärt werden. Bestimmte Erkrankungen können eine Registrierung ausschließen. Weitere Informationen zur Registrierung und zur Stammzellspende gibt es unter www.dkms.de.
Wer nicht als Stammzellspenderin oder Stammzellspender infrage kommt, kann die Aktion dennoch mit einer Geldspende unterstützen. Jede Neuregistrierung kostet die DKMS 50 Euro, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Spende gibt es unter www.dkms.de/sabine.
Mit der Aktion möchte die Stadtverwaltung ihrer langjährigen Mitarbeiterin Sabine Dittus zur Seite stehen und zugleich auf die Bedeutung der Stammzellspende aufmerksam machen. Unter dem Motto „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ sollen möglichst viele Menschen den ersten Schritt zu einer möglichen späteren lebensrettenden Stammzellenspende machen.
Die Stadtverwaltung hofft auf eine rege Beteiligung und dankt allen, die sich registrieren lassen und mit ihrer Bereitschaft zur Typisierung ein Zeichen für Solidarität und die Hoffnung auf ein neues Leben setzen.
Medieninformation der Stadt Speyer vom 22. Oktober 2026


