Neues Jugendcafé Speyer-Nord im Ginsterweg eröffnet: Ein Ort für Begegnung und Mitgestaltung


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Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Anna Heck-Frey, Mitarbeiterin der Jugendförderung bei der Eröffnung 

„Jugendliche brauchen Platz. Platz, um sich auszuprobieren, Freundschaften zu pflegen und eigene Ideen zu entwickeln. Das neue Jugendcafé soll ihnen genau diesen Raum geben, einen Ort, an dem sie willkommen sind und an dem sie ihren Treffpunkt aktiv mitgestalten können“, betonte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler bei der Eröffnung.“, betonte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler bei der Eröffnung. Mit dem neuen Jugendcafé werde die offene Kinder- und Jugendarbeit in Speyer-Nord gestärkt und ein Angebot geschaffen, das jungen Menschen Raum für Gemeinschaft, Kreativität und Mitgestaltung bietet.

Die Einrichtung eines neuen Jugendcafés wurde erforderlich, nachdem das bisherige Gebäude am Fliederweg aufgrund erheblicher baulicher Mängel nicht mehr genutzt werden konnte. Das 2005 errichtete Containergebäude war nach einem Brand im Jahr 2007 lediglich provisorisch instandgesetzt worden. Wiederkehrende Wassereinbrüche, Feuchtigkeits- und Schimmelschäden sowie die unzureichenden Sanitäranlagen führten dazu, dass das Jugendcafé 2021 geschlossen werden musste.

Der Stadtrat beschloss am 28. Oktober 2021 zunächst einen Kompensationsbau am bisherigen Standort Fliederweg 1a. Da sich dieses Vorhaben aufgrund begrenzter Ressourcen nicht umsetzen ließ, prüfte die Verwaltung eine alternative Lösung. Mit der Eröffnung der neuen Kindertagesstätte Regenbogen am Kastanienweg im August 2025 ergab sich die Möglichkeit, den baulich gut erhaltenen Anbau der ehemaligen Kita im Ginsterweg für das Jugendcafé zu nutzen. Diese Lösung wurde am 9. Oktober 2025 vom Stadtrat beschlossen, nachdem sie vom Jugendhilfeausschuss und vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr empfohlen worden war.

Auch während der Schließung des früheren Jugendcafés blieb die offene Jugendarbeit in Speyer-Nord erhalten. Ein Übergangsangebot im Mehrgenerationenhaus erreichte seit 2022 regelmäßig rund 40 Jugendliche pro Öffnungstag.

Durch die Umnutzung eines bestehenden Gebäudes konnte vorhandene Bausubstanz sinnvoll weitergenutzt und der Finanzmittelbedarf gegenüber dem ursprünglich geplanten Neubau deutlich reduziert werden. Die Umnutzungsarbeiten begannen am 16. April 2026 und wurden am 19. Oktober 2026 abgeschlossen. Die Kostenschätzung für die Umnutzung ohne Küche und Außenanlage lag bei rund 170.000 Euro. Bislang wurden Rechnungen in Höhe von rund 95.000 Euro abgerechnet. Da noch nicht alle Schlussrechnungen vorliegen, kann eine abschließende Übersicht der Gesamtkosten voraussichtlich erst Anfang 2027 erstellt werden.

Das Jugendcafé verfügt über eine Bruttogrundfläche von rund 270 Quadratmetern und eine Nettoraumfläche von rund 238 Quadratmetern. Davon entfallen rund 185 m² auf die Nutzungsfläche. Zwei große Aufenthaltsräume mit jeweils etwa 50 Quadratmetern, ein Nebenraum, eine Küche sowie Sanitär- und Lagerräume bieten vielfältige Möglichkeiten für den offenen Treff und unterschiedliche pädagogische Angebote.

Im Mittelpunkt steht der Offene Treff. Hier können Kinder und Jugendliche gemeinsam spielen, entspannen, kreativ werden und sich austauschen. Ergänzt wird das Angebot durch Koch- und Backaktionen, Workshops, kreative Aktivitäten und einen GirlsClub. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an Jugendliche ab der fünften Klasse; jüngere Kinder werden entsprechend den besonderen Bedingungen im Stadtteil ebenfalls mitgedacht.

Auch die Beteiligung der Jugendlichen spielt eine wichtige Rolle. Über einen JuCa-Rat sollen sie ihre Wünsche und Ideen einbringen und die Gestaltung der Räumlichkeiten sowie das Programm aktiv mitbestimmen können.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich am Leitbild und Schutzkonzept der städtischen Jugendförderung. Wertschätzung, Vielfalt, Inklusion, Mitgestaltung, Schutz und Verlässlichkeit bilden die Grundlage. Eine Hausordnung sowie ein Helferheft und Schulungen für ehrenamtlich Mitarbeitende unterstützen die Umsetzung verbindlicher Standards für Aufsicht, Kinderschutz und den pädagogischen Alltag. So soll ein verlässlicher Rahmen entstehen, in dem sich junge Menschen willkommen fühlen, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft erleben können.

Im Oktober ist das Jugendcafé dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Freitags findet im zweiwöchigen Rhythmus zusätzlich ein Mädchentreff statt. Ab November wird das Angebot auf samstags erweitert. Die Öffnungszeiten bleiben jeweils von 17 bis 21 Uhr. Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Angeboten und weiteren Neuigkeiten gibt es auf der Homepage der städtischen Jugendförderung unter www.jufoe-speyer.de.

Auch das Außengelände soll künftig stärker einbezogen werden. Ab 2027 ist vorgesehen, die verfügbaren Außenflächen schrittweise zu einem Treffpunkt mit Aufenthalts-, Bewegungs- und Beteiligungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln. Dabei sollen zusätzliche Grün-, Freizeit- und Spielbereiche entstehen und sichere Zugänge geschaffen werden.


Medieninformation der Stadt Speyer vom 26. Oktober 2026