
„Das ist ein bitterer und einschneidender Tag für die Beschäftigten, ihre Familien und für den Industriestandort Speyer“, erklärt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. „Vor gut zwei Wochen wurde zunächst die Hoffnung enttäuscht, dass das vom Betriebsrat vorgelegte Alternativkonzept Zukunft für die Beschäftigten bringt. Heute nun die Mitteilung, dass ein Interessenausgleich vereinbart wurde und damit die Produktion in Speyer eingestellt wird. Ich vertraue darauf, dass die Arbeitnehmerseite bestmöglich die Interessen in diesem Prozess vertreten hat. Dennoch kann ich kein Verständnis für die Begründung des Unternehmens aufbringen. Mit Kostendruck lässt sich diese Entscheidung nicht erklären. Ein Konzern, der zuletzt Rekordumsätze meldet und allein im vergangenen Geschäftsjahr über zwei Milliarden Dollar an seine Aktionäre ausgeschüttet hat, trifft hier eine bewusste Standortentscheidung im Industrieland Deutschland zulasten der Menschen in Speyer und der Region. Das halte ich weiterhin für falsch und benenne das klar. Als Stadt haben wir uns von Anfang an eingebracht und versucht, diese Entscheidung umzukehren – mit dem einstimmigen Beschluss des Stadtrats, im Austausch mit den Landesministerien und beim Aktionstag auf der Straße.“
Die Stadt Speyer wird sich mit Blick auf die Beschäftigten, die in den kommenden Jahren ihren Arbeitsplatz verlieren, gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und den Kammern einbringen und das Ziel verfolgen, dass die Fachkräfte in Unternehmen in Speyer und der Region vermittelt werden. Die Stadt Speyer erwartet von TE Connectivity, dass es zeitnah zu Gespräch über die Nachnutzung der Grundstücksflächen geführt werden.
„Die Beschäftigten bei TE sind hochqualifiziert und diese Erfahrungen, Fähigkeiten sowie das gesammelte Wissen darf der Region nicht verloren gehen“, sagt Mario Daum, Wirtschaftsförderer der Stadt Speyer. „Wir wollen möglichst viele Menschen in Speyer und der Umgebung in neue Beschäftigung bringen, bevor sie sich anderweitig orientieren müssen. Hier ist auch unser Netzwerk für Arbeit und Ausbildung ein guter Anknüpfungspunkt. Zudem braucht es jetzt für die verbleibenden rund 140 Beschäftigte in Engineering- und Verwaltungsfunktionen Klarheit über die Zukunft hier am Standort Speyer.“
Medieninformation der Stadt Speyer vom 30. September 2026


