Die Stadt Speyer trauert um ihren ehemaligen Beigeordneten Rolf Wunder


Stadthaus Speyer
© Klaus Venus


Rolf Wunder wurde am 22. Juni 1945 in Speyer geboren. Nach dem Abitur am Neusprachlichen Gymnasium studierte er Rechtswissenschaften und legte 1973 sein zweites juristisches Staatsexamen ab. Im selben Jahr gründete er seine eigene Rechtsanwaltskanzlei, die er über viele Jahre führte. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit engagierte er sich früh in der Kommunalpolitik. Anfang der 1970er-Jahre schloss er sich der damaligen Wählergruppe Boegner an, aus der die Speyerer Wählergruppe (SWG) hervorging. 1978 zog er erstmals in den Speyerer Stadtrat ein. Nach einer beruflich bedingten Unterbrechung ab 1991 kehrte er 1998 als Nachfolger von Michael Hoffmann in das Gremium zurück und übernahm die Führung der SWG-Fraktion. 2001 wurde er zum Vorsitzenden der Wählergruppe gewählt.

Von September 1999 bis August 2007 war Rolf Wunder hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Speyer. Als Dezernent verantwortete er die Bereiche Sicherheit und Ordnung, Straßenverkehr, Bürgerdienste, Standesamt, Umwelt und Forsten sowie das städtische Altenheim und die Entsorgungsbetriebe. Während seiner achtjährigen Amtszeit setzte er sich unter anderem für die Modernisierung des Altenheims am Mausbergweg und die Weiterentwicklung der städtischen Entsorgungsbetriebe ein. Ein besonderes Anliegen war ihm eine bürgerfreundliche Verwaltung. Sein Anspruch war es, den Menschen, die sich an die Stadt wandten, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bestmöglich zu helfen.

In seiner Funktion als Beigeordneter führte Rolf Wunder den Vorsitz in den seinem Dezernat zugeordneten Gremien, darunter dem Altenheimausschuss, dem Umweltausschuss und dem Werkausschuss. Zudem war er Vorsitzender der AbwasserEntsorgungsgesellschaft mbH Speyer (AES). Besondere Verdienste erwarb er sich zudem um die Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Speyer und Kursk.

Mit Ruhe und Gelassenheit nahm Rolf Wunder seine vielfältigen politischen Aufgaben wahr. Zuhören zu können und Entscheidungen zu treffen, zählte er selbst zu seinen Stärken. Sein politisches Selbstverständnis war geprägt von dem Anspruch, sich bewusst unabhängig von überregionalen parteipolitischen Verflechtungen für Speyer und seine Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Bürgerfreundlichkeit und die Suche nach sachgerechten Lösungen waren ihm wichtige Anliegen.

„Rolf Wunder hat sich über viele Jahrzehnte hinweg mit großer Verbundenheit zu seiner Heimatstadt für Speyer und seine Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Als langjähriges Mitglied des Stadtrats, als Vorsitzender der Speyerer Wählergruppe und insbesondere als hauptamtlicher Beigeordneter hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung unserer Stadt mitgestaltet. Ein solches langjähriges und verlässliches Engagement ist für eine Stadt von unschätzbarem Wert. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen und sich für ihre Heimatstadt einzusetzen. Für seine Verdienste bin ich Rolf Wunder daher sehr dankbar“, so Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Die Stadt Speyer wird Rolf Wunder als engagierten Kommunalpolitiker, ehemaligen Beigeordneten und überzeugten Vertreter der Speyerer Wählergruppe in dankbarer Erinnerung behalten. Seinen Angehörigen gilt das aufrichtige Mitgefühl der Stadt Speyer.


Medieninformation der Stadt Speyer vom 2. November 2026