Stadt Speyer unterstützt Forderung der rheinland-pfälzischen Krankenhausgesellschaft nach Sonderprogramm für klimafeste Krankenhäuser



„Krankenhäuser sind Teil unserer kritischen Infrastruktur. Sie müssen auch bei außergewöhnlichen Wetterlagen handlungsfähig bleiben und Patientinnen und Patienten sicher versorgen können“, betont Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. „Die aktuellen Erfahrungen auch hier in Speyer zeigen, dass extreme Hitze unsere medizinischen Einrichtungen zunehmend beansprucht. Hitzeschutz ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge und der Patientensicherheit“.

Wie sehr extreme Hitze die medizinische Versorgung bereits heute fordert, haben die vergangenen Wochen gezeigt. Die Speyerer Krankenhäuser verzeichneten ein deutlich erhöhtes Patientenaufkommen durch hitzebedingte Erkrankungen. Gleichzeitig waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefordert, die Versorgung unter erschwerten Bedingungen sicherzustellen.

Diese zusätzlichen Belastungen treffen die Einrichtungen in einer ohnehin angespannten Situation. Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an die medizinische Versorgung und der anhaltende Kostendruck stellen die Krankenhäuser bereits heute vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Klimaanpassung als festen Bestandteil einer zukunftsfesten Gesundheitsversorgung zu verstehen und die notwendigen Investitionen zu ermöglichen. Die erforderlichen Anpassungen können von den Trägern allein jedoch kaum bewältigt werden.

„Klimaanpassung darf nicht von der jeweiligen Haushaltslage abhängen. Die notwendigen Investitionen müssen dauerhaft abgesichert werden. Dafür braucht es verlässliche Unterstützung von Bund und Ländern“, fordert Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. „Das gilt für Krankenhäuser ebenso wie für andere besonders sensible Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge – etwa Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kindertagesstätten und öffentliche Gebäude.“

Die Stadt Speyer unterstützt daher die Forderung der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz nach einem Sonderprogramm „Klimafeste Krankenhäuser“. Investitionen in wirksamen Hitzeschutz sind keine freiwilligen Zusatzleistungen, sondern ein notwendiger Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung. Benötigt werden unter anderem Maßnahmen zur Verschattung und Begrünung, moderne Lüftungs- und Kühlsysteme sowie eine energieeffiziente Gebäudetechnik.

Mit dem Sonderprogramm können wichtige Voraussetzungen geschaffen werden, damit Krankenhäuser künftig auf zunehmende Hitzebelastungen vorbereitet sind und ihre Versorgung verlässlich sicherstellen können. Die Stadt Speyer setzt sich dafür ein, dass Klimaanpassung im Gesundheitsbereich stärker berücksichtigt und dauerhaft finanziell unterstützt wird.


Medieninformation der Stadt Speyer vom 14. Juli 2026