Nachbarschaft braucht Unterstützung: Menschen für ein Engagement in der Nachbarschaft begeistern und gewinnen

Bildquelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung RLP
Die Landesinitiative Neue Nachbarschaften Rheinland - Pfalz lud nach Mainz ein. Am Mittwoch, 02. September 2026 fuhren Alexandra Mally (Gemeindeschwester Plus für Nord und West Speyer) und ich (Melanie Waldschmitt, Leitung Projekt Nachbarschaftshilfe Speyer) nach Mainz ins Ministerium zu einem gemeinsamen Tag mit vielen anderen Initiativen und Institutionen, rund um das Thema Nachbarschaften.

Der Tag begann mit einem Stehcafé zum Kennenlernen. Schließlich wurde der Tag durch Caroline Kuhl, Geschäftsführerin Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. eröffnet. Zentrales Thema war die Autonomie im Alter. Dies nahm die Ministerin Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler in ihrem Grußwort unter dem Titel "Selbstbestimmt im Alter leben - mit starken Nachbarschaften vor Ort" auf und betonte "Dass aus einem Wohnort ein Ort wird, an dem man sich zuhause fühlt". Ehrenamt sei hier das, "was unsere Gesellschaft stark macht" und bedeutet "Strukturen des Kümmerns und des Miteinander" zu schaffen. Es gäbe über 150 Initiativen in Rheinland - Pfalz, die sich engagieren: "Es sind die Momente, aus denen Motivation entsteht".

Das Ministerium schreibt in social media (facebook) Folgendes zum Tag in Mainz:
"Nachbarschaft ist keine Adresse, Nachbarschaft ist Gemeinschaft. Das ist eine der Kernideen der Landesinitiative Neue Nachbarschaften, deren Netzwerktreffen heute bei uns im Sozialministerium stattfand. Schwerpunkt war das Thema: „Nachbarschaft braucht Unterstützung: Menschen für ein Engagement in der Nachbarschaft begeistern und gewinnen“.
In ihrem Grußwort betonte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Wenn wir über Nachbarschaft, Engagement und Zusammenleben sprechen, dann sprechen wir über eine der großen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Wie schaffen wir es, dass Menschen auch im Alter möglichst lange selbstbestimmt, sicher und gut in ihrem vertrauten Umfeld leben können?“ In all diesen Feldern ist die Landesinitiative ebenso engagiert wie das Sozialministerium.
Dabei wurde beim heutigen Treffen aber auch einmal mehr klar: Ohne Ehrenamt geht es nicht. Ministerin Bätzing-Lichtenthäler dankte daher allen Engagierten, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und aktiv werden.Die „Landesinitiative Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in RLP“ wurde vom Land gegründet, das damit seine Ehrenamtsförderung um eine weitere Facette erweitert. Sie ist in den Bereichen Nachbarschaftshilfe, Hilfen in Haus und Hof, Treffpunkte, Veranstaltungen, Fahrdienste und vielem mehr aktiv."
(Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung RLP, September 2026)
Vorgestellt wurde an diesem Tag auch die neue Landeszentrale "Daheim und füreinander" von Fabia Heischling, Referat "Pflege, Gut leben im Alter", Ministerium für Arbeit. Diese soll eine "Lotsenfunktion" darstellen, um zu beraten, zu fördern und zu unterstützen.
Bevor es am Nachmittag in die Workshops ging, wurde noch eine Gesprächsrunde mit drei Beispielhaften Initiativen geführt. Hier fand man Anregungen für die Praxis und ging in den Austausch über Ehrenamt und Möglichkeiten seine eigene Organisation zu stärken und zu verbessern.
Am Nachmittag fanden Workshops statt. In einem der Workshops befasste ich mich mit dem Thema "Verantwortung" und wie diese so gelingen kann, dass Ehrenamtliche gerne tätig sind und sich nicht über- oder unterfordert fühlen.
Aus dem Raum im Ministerium hatte man einen schönen Ausblick über die Landeshauptstadt von Rheinland - Pfalz.

Danach wurden Ergebnisse besprochen und zusammen gefasst.
Der Tag schloss mit dem letzten Programm Punkt "Aktuelles aus der Landesinitiative "Neue Nachbarschaften RLP" (Ann-Kristin Hotsch und Annette Scholl von der Servicestelle der Landesinitiative "Neue Nachbarschaften RLP").
Vielen Dank an alle Beteiligten für den Austausch und Input, auch die Nachbarschaftshilfe Speyer zu fördern.



