Luftbild Russenweiher 2010 © Stadt Speyer


Russenweiher

Blick auf den Russenweiher © Stadt Speyer

Blick auf den Russenweiher © Stadt SpeyerDer Russenweiher ist ein Stillgewässer im Süden von Speyer im Stadtteil Neuland und ist von 1914 bis 1918 durch eine Ausbaggerung zur Kiesgewinnung und Auffüllung mit Grundwasser entstanden. Aufgrund dauerhafter Probleme mit Nährstoffbelastungen wurde eine wissenschaftliche Studie am Russenweiher durchgeführt.

 

Bedeutung des Gewässers

Der Russenweiher mit seiner Freifläche erfüllt drei grundlegende Funktionen fürs Stadtgebiet: Naherholungsfunktion (für Anwohner, Spaziergänger, Hunde, etc.), Funktion für die biologische Vielfalt (Natur- & Artenschutz), sowie die Funktion für das innerstädtische Klima (thermische Positivwirkung der Freiflächen für den Stadtteil Neuland). Zudem wird er vom Verein Anglerfreunde Speyer e.V. als Angelgewässer genutzt.

Untersuchungen am Russenweiher

Der Russenweiher ist 70 Meter breit, 180 Meter lang und hat eine Fläche von 1,9 Hektar. Die Durchschnittstiefe beträgt drei Meter. Als flaches Gewässer weist der Russenweiher hohe Nährstoffgehalte auf und war schon mehrfach vom „Umkippen“ bedroht (Fischsterben, Blaualgenblüte). Um eine Nährstoffreduktion zu erreichen, hat die Stadt Speyer schon mehrere Maßnahmen unternommen und unter anderem eine Flachwasserzone geschaffen. In den Sommermonaten werden regelmäßig Belüfter gegen den Sauerstoffmangel eingesetzt. Trotzdem konnte die Grundproblematik nicht zielführend behoben werden.

In den Jahren 2017 bis 2018 fand in Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau eine wissenschaftliche Studie am Russenweiher statt. Die Untersuchungen werden durch Fördermittel der Aktion Blau Plus ermöglicht.

Wissenschaftlicher auf Boot bei den Probennahmen am Russenweiher © Universität Koblenz-LandauSeit März 2017 beprobten die Wissenschaftler das Gewässer. Über eine komplette Vegetationsphase werden Sediment-, Wasser-, Pflanzenproben auf Nährstoffgehalte analysiert, zusätzlich werden Grundwasseranalysen durchgeführt und die Fischpopulation untersucht. Ziel ist es, die Quellen der Nährstoffbelastung herauszufinden und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Anschließend erfolgte 2018 eine Bewertung möglicher Handlungsoptionen im Rahmen einer umweltökonomischen Untersuchung. Dazu wurden Interviews mit unterschiedlichen Nutzergruppen und Anwohnern durchgeführt.


 
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