Große Politik- ...

Gotische Kapelle Adenauerpark © Stadtarchiv Speyer

... und Glaubensfragen im 16. Jahrhundert

Die beiden Reichstage von 1526 und 1529 rücken Speyer in den Mittelpunkt deutscher Geschichte. Ehre und Stolz erfüllen die Bürger der Stadt, die zum Schauplatz großer Politik wird.

 

Spirensis Uxor sog. Speyerer Frau © Stadtarchiv SpeyerGlauben und Reformation bestimmen seit Luthers Thesenanschlag und dem Wormser Reichstag von 1521 die politische Diskussion, die auch den Reichstag 1526 in Speyer prägt. Unterbringung und Verköstigung mehrerer tausender Gäste - allein der Kurfürst von Sachsen reist mit 700 Personen und 400 Pferden an - stellen eine Herausforderung an Rat, Einwohner und Wirte dar, füllen aber auch die Kassen der Stadt. Die Reichsstände lösen zwar nicht die Glaubensfrage, fassen aber für Speyer folgenreiche Beschlüsse: Reichsregiment und Reichskammergericht, neben dem Kaiser die ersten Repräsentanten staatlicher Macht, werden 1527 nach Speyer verlegt.

Prot. Kirchhof © Stadtarchiv Speyer1529 tagt der Reichtstag erneut mit glänzender Hofhaltung in Speyer. Der Streit um Glauben, Gewissen und Gehorsam entzweit die Versammlung. Sie hebt mehrheitlich den Reichstagsbeschluss von 1526 auf, nach dem jeder Stand sich so verhalten solle, wie er es vor Gott und dem Kaiser verantworten könne. Das Wormser Edikt von 1521 wird bestätigt, das über Luther und seine Anhänger die Reichsacht verhängt.

Die evangelischen Fürsten unterzeichnen am 19. April 1529 in Speyer eine Protestation gegen diesen Beschluss. Die Trennung der christlichen Kirche Europas ist damit besiegelt, ein weltgeschichtlich bedeutsames Ereignis, das in Speyer seinen Ausgang nahm.

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