Stadttour für Rollstuhlfahrer

Diese kleine Stadtbeschreibung ist für Rollis gedacht, die auf eigene Faust die Stadt erkunden wollen. 

 

Rollstuhlfahrer im Technik Museum, © KLaus Venus Postgalerie gibt ́s eine barrierefreie Toilette) führt die Gilgenstraße zum Archäologischen Schaufenster. Wenige Meter weiter sehen Sie die katholische Kirche St. Josef (Behindertenlift links) und die protestantische Gedächtniskirche (barrierefreier Eingang rechts).

Allerdings muss zu Beginn betont werden, dass es in Speyer leider sehr wenig Gaststätten und Kneipen gibt, die eine Behindertentoilette aufweisen. Diesbezüglich habe ich auf eine Empfehlung verzichtet, doch sollte man nicht die Speyerer Hilfsbereitschaft unterschätzen - einfach probieren. Die öffentlichen Behindertentoiletten dagegen sind alle mit dem Euro -WC -Schlüsselsystem ausgerüstet.

Das Historische Museum der Pfalz , das Technikmuseum und das Sealife –Center sind barrierefrei und bieten Parkplätze für behinderte Menschen in der Nähe der jeweiligen Eingänge an; zudem sind behindertengerechte Toiletten vorhanden. Auf dem Areal des Technikmuseums befinden sich das spektakuläre IMAX -Dom. Das Kino ist leicht erreichbar. Allerdings müssen Rollstuhlfahrer aufgrund der spezifischen Raumgegebenheiten ganz vorn stehen, was den Filmgenuss stark einschränkt. 

Um mit dem Rolli in die Stadt zu gelangen, parken Sie am besten auf dem mit Behindertenparkplätzen ausgestatteten Domparkplatz  (links neben dem Dom). Wenn sie die Innenstadt besichtigen wollen, empfehle ich Ihnen den oberen Bereich des Domparkplatzes, wenn Sie einen Blick in die Altstadt werfen wollen, bietet sich der untere Bereich des Domparkplatzes an. Jeweils beide Parkplätze sind mit „P3“ bezeichnet.

Speyer hat eine schöne Altstadt, aber wie in alten Städten üblich, ist diese mit Kopfstein gepflastert. Einige Wege führen über altes Pflaster, das uneben, manchmal löchrig und sehr holprig ist, andere wurden zum 2000jährigen Stadtjubiläum neu gepflastert. Trotz aller Schwierigkeiten sollte man es zumindest beim jährlich stattfindenden Altstadtfest (2. Wochenende im September) wagen, die einmalige Atmosphäre zu erleben und ein wenig durch die schmalen Gassen herum zu rollen. 

Rechts vom Dom führt eine kleine Rampe in den Domgarten. Um barrierefrei in den Dom zugelangen, gibt’s auf der linken Seite eine große Tür. Die Tür kann während der üblichen Gottesdienst -oder Besichtigungszeiten auf Knopfdruck oder mit dem Euro-WC-Schlüssel geöffnet werden.  In die Seitenbereiche des Domes gelangt man allerdings nur über Stufen. Zur Krypta führen viele steile Stufen. Ein Rollstuhllift ist leider nicht vorhanden, so dass dieser Teil des Domes nur mit viel tatkräftiger Hilfe erschlossen werden kann.  In naher Zukunft soll aber der Zugang für Rollstuhlfahrer ermöglicht werden.  

Rechts vom Dom, im Domgarten, befindet sich eine Behindertentoilette. Der Platz vor dem Dom ist vor allem geprägt durch den Domnapf. Der Domvorplatz, die Fußgängerzone und viele Gassen der Innenstadt wurden zum 2000jährigen Stadtjubiläum neu gepflastert. Dadurch gibt es keine größeren Unebenheiten, teilweise aber ausgewaschene Steine, so dass Gefahr besteht, mit den vorderen Rädern des Rollis hängen zu bleiben. Ausbesserungsarbeiten werden aber sukzessive durchgeführt.

Die Straßenübergange sind im Innenstadtbereich und den meisten Teilen der Stadt abgeflacht und mit dem Rolli leicht zu überwinden. Außerdem gibt es kaum Höhenunterschiede, so dass man sich ohne größeren Kraftaufwand in der Stadt bewegen kann. Vom Dom gelangen Sie direkt in unsere Fußgängerzone, die Maximilianstraße. Wenn Sie den Dom im Nacken haben und das Altpörtel vor sich, rollen Sie am Stadthaus vorbei und gelangen zum "Jakobspilger". Über den kleinen Platz rechts des Pilgers hinweg sehen Sie die Dreifaltigkeitskirche. Der Haupteingang der Kirche ist zwar ohne Stufen, aber meist verschlossen. Zur Besichtigung sollte man sich an den Pfarrer oder Küster wenden.

Der Eingang zur Touristen-Information auf der linken Seite führt auch zum Kulturhof Flachsgasse. Dieses Areal ist behindertenfreundlich gestaltet. Zudem befindet sich hier eine weitere behindertengerechte Toilette. Das in der Nähe liegende Judenbad ist auch für Rollifahrer sehenswert. Allerdings kann man als Rollstuhlfahrer nur den oberen Teil der mittelalterlichen Ruine der Synagoge, den Frauenbetraum und den neuen Ausstellungsraum besichtigen, da in das Bad selbst nur steile und abgetretene Stufen führen.

Wieder zurück auf der Maximilianstraße, den Dom hinter sich und an der alten Münze vorbei, bietet sich Kunstinteressierten ein Abstecher der besonderen Art an: Vom ersten gläsernen Brezelhäuschen auf der rechten Straßenseite aus führt der Weg nur wenige Meter durch den Kornmarkt zum Hans -Purrmann -Haus. Mit dem Rolli gelangt man leider nur in den Innenhof. Mit tatkräftige Unterstützung ist die eine Stufe zum Eingang zu überwinden; besichtigt werden kann mit dem Rollstuhl allerdings nur das Erdgeschoss.

Das Altpörtel können sie ebenfalls leider nur von außen besichtigen, da eine Zugangsmöglichkeit für Rollis nicht vorhanden ist. Vom Postplatz (in der Postgalerie gibt´s eine barrierefreie Toilette) führt die Gilgenstraße zum Archäologischen Schaufenster. Wenige Meter weiter sehen Sie die kath.„St. Josef Kirche“ (Behindertenlift links) und die prot. „Gedächtniskirche (barrierefreier Eingang rechts).

 
 




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