Dialogveranstaltung Industriehof, Foto © Stadt Speyer

Sicherung des Industriehofes

Dialogveranstaltung Industriehof, Foto © Stadt Speyer

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für die Mieter*innen und Nachbarn des Industriehofes informierte die Stadtverwaltung Speyer über die geplanten städtebaulichen Maßnahmen. In der Vorlage für den Stadtrat schlägt die Verwaltung eine Ausweisung als „Urbanes Gebiet“ vor.

 

Der Erhalt der gewerblich geprägten Nutzungsstruktur soll dabei erhalten bleiben. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler stellt dabei auch mit Blick auf die neu gegründete Bürgerinitiative „Rettet den Industriehof Speyer“ klar: „Der Industriehof ist in seiner baulichen Struktur einzigartig und wurde erst kürzlich als Kulturdenkmal anerkannt. Dieses Denkmal gilt es zu bewahren, weshalb für die Stadt der Erhalt der Gewerbebetriebe auf dem Industriehof schon immer absoluten Vorrang hatte und niemals zur Debatte stand.“

Aus Sicht der Stadt Speyer soll weiterhin an der Zielrichtung für das anstehende Bebauungsplanverfahren, den Industriehof als ein gewerblich geprägtes „Urbanes Gebiet“ zu entwickeln, festgehalten werden. Die bereits vorhandenen Nutzungen Gewerbe, Dienstleistungen, Kultur und Wohnen, die heute schon nebeneinander funktionieren, sprechen für den Gebietstypus des „Urbanen Gebietes“. Das „Urbane Gebiet“ bildet den Charakter und die heutige Funktion des Industriehofes mit dem besonderen, nutzungsgemischten Charme am besten ab und lässt ihm auch die notwendigen Entwicklungsoptionen. Folglich wird die Stadt im anstehenden Verfahren die konkrete Festsetzung der Nutzung stark vom Bestand her ableiten und keinesfalls ein einheitlich strukturiertes „Urbanes Gebiet“ über die gesamte Fläche ausweisen. Bestandsbetriebe sollen planungsrechtlich gesichert werden. Wie in der Beschlussvorlage zum Stadtrat nachzulesen, sollen Teilbereiche mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten, eventuell sogar einem Gewerbegebiet, definiert werden.

Die Stadt wird - nachdem alle Grundlagenuntersuchungen vorliegen - einen städtebaulichen Rahmenplan vorgeben, der alle städtischen Planungsvorgaben zusammenfasst. Damit übt sie ihre Planungshoheit aus. Dieser Rahmenplan dient dann als Basis für eine städtebauliche Ideenkonkurrenz, mit der eine breite Diskussion von Varianten ermöglicht werden soll. Zum Rahmenplan und zur Ideenkonkurrenz wird die Öffentlichkeit einbezogen. Das beste städtebauliche Konzept wird dann durch eine Jury ausgewählt, der unter anderem auch Fraktionsvertreter und der Gestaltungsbeirat angehören werden. Den endgültigen Beschluss über den umzusetzenden Entwurf fasst der Stadtrat. Danach beginnt das eigentliche Bebauungsplanverfahren, in dem weitere Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen sind.

 

Medien-Information der Stadt Speyer vom 04.12.2019

 
 
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