Plakatmotiv der Konzertreihe "Kontrapunkte Speyer" © Maria Meier

Kontrapunkte

Eröffnungskonzert rückt den Komponisten, Pianisten und Visionär Alexander Scriabin in den Mittelpunkt © Gabriele Schilgen

Im Mittelpunkt der Konzertreihe „Kontrapunkte Speyer“ steht Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Ziel der Programmzusammenstellung ist es, dem Publikum einen Blick auf die Vielfältigkeit und Bandbreite der modernen und zeitgenössischen Musik zu ermöglichen.

 
   

Der Bogen wird dabei von der klassischen Moderne bis hin zu Kompositionen unserer Tage gespannt. Die Gegenüberstellung von Neuer, neuester, älterer und Alter Musik soll dabei helfen Berührungsängste gegenüber Zeitgenössischer Musik abzubauen. Alle Konzerte beginnen mit einer kurzen Konzerteinführung.

Künstlerischer Leiter: Stephan Rahn 
Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Speyer

Konzert I - Sonntag, 15. April 2018, 18 Uhr
SCRIABIN CODE – Ein musikalischer Dialog in Farben

Eröffnungskonzert rückt den Komponisten, Pianisten und Visionär Alexander Scriabin in den Mittelpunkt © Gabriele Schilgen
Martin Albrecht, Klarinette & Electronics
Katharina Groß, Kontrabass
Daniel Prandl, Klavier
Dirik Schilgen, Schlagzeug

Asli Kilic, Klavier
Reinhard Geller, Visuals

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Konzertreihe wird der Gründer und künstlerische Leiter der „Kontrapunkte Speyer“ im Eröffnungskonzert selbst auftreten. Stephan Rahn hat dafür einen Kompositionsauftrag an die renommierte Komponistin Violeta Dinescu vergeben. Sie hat zu einem epochalen Klavierwerk der Vergangenheit, den Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach, ein Komplementärwerk geschaffen. Beim Konzert sollen beiden Werke miteinander verwoben werden, so dass Alte und Neue Musik an diesem Abend nicht nur einander gegenübergestellt werden, sondern ineinandergreifen und miteinander verschmelzen.

Konzert II - Sonntag, 22. April 2018, 18 Uhr
Apparition – Henry Purcell | George Crumb | Peter Heeren

Sopranistin Hiltrud Kuhlmann sorgt für eine Uraufführung © Ulrike von Loeper

Hiltrud Kuhlmann, Sopran
Kristian Nyquist, Cembalo
Christine Rahn, Klavier


 

Zwei bedeutende Komponisten begegnen sich bei diesem Konzert. Der eine, Henry Purcell, kommt aus dem London des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Der andere, George Crumb, ist ein älterer US-Amerikaner der Jetztzeit. Sie werden zusammengeführt von der Sopranistin Hiltrud Kuhlmann, die mit den beiden über die Themen Nacht und Schicksal nachdenkt. Sie führt dabei von Purcells Liedern sanft hinüber zu den »Drei frühen Liedern« und »Apparition« von George Crumb, so dass sich die zeitliche Distanz zwischen den beiden großen Komponisten unmerklich auflöst.

Einen spannenden Kontrapunkt im Programm setzt Hiltrud Kuhlmann zudem mit einer Uraufführung des Komponisten Peter Heeren, der mit „Der geheimnisvolle Nachen“ einen Text von Friedrich Nietzsche eigens für dieses Konzert vertont hat.

Konzert III - Sonntag, 6. Mai 2018, 18 Uhr
Russische Klaviertrios – Alfred Schnittke | Dimitri Schostakowitsch

Cellist Gustav Rivinius © Jean M. Laffitau

Sebastian Schmidt, Violine
Gustav Rivinius, Violoncello
Guido Heinke, Klavier


 

Der Geiger Sebastian Schmidt, der Cellist Gustav Rivinius und der Pianist Guido Heinke sind Garanten für eine leidenschaftliche Interpretation von Alfred Schnittkes Klaviertrio, einem Klassiker der modernen Klaviertrioliteratur, das in diesem Konzert dem Publikum vorgestellt werden soll. In dem Werk verwendet Schnittke die unterschiedlichsten Musikstile der Vergangenheit und der Gegenwart, was er als polystilistische Moderne bezeichnete — vom Schubert-Ton bis hin zum späten Schostakowitsch. Zwei Klaviertrios von Dimitri Schostakowitsch werden dann auch das Konzertprogramm ergänzen: auf der einen Seite das euphorische Klaviertrio op. 8 aus dem Jahr 1923, ein packendes Beispiel postromantisierender Kammermusik und auf der anderen Seite das tief schürfende, von großer Trauer geprägte Trio op. 67 aus dem Jahr 1944.

Konzert IV - Sonntag, 13. Mai 2018, 18 Uhr
Different Trains – Steve Reich | Samuel Barber| George Crumb

Das Sonar Quartett aus Berlin präsentiert einen Meilenstein der Neuen Musik © Piotr Boalogowicz

Sonar Quartett
Susanne Zapf, Violine
Wojciech Garbowski, Violine
Nikolaus Schlierf, Viola
Cosima Gerhardt, Violoncello


Einen Meilenstein der Neuen Musik präsentiert das Abschlusskonzert mit Steve Reichs „Different Trains“ aus dem Jahr 1988. Dort greift Reich einerseits auf die Geräusche und die Rhythmen der Züge zurück, andererseits auf die Sprache und den Sprachrhythmus interviewter Personen. Auf dem zu hörenden Tonband, zu dem ein Streichquartett spielt, sind Aufnahmen von Steve Reichs Kindermädchen Viriginia, von einem ehemaligen Pullmann-Schaffner und die Stimmen von drei Kindern, die den Holocaust überlebten und nach Amerika gekommen waren, zu hören. Schließlich verwendete Reich auch Eisenbahngeräusche aus den 30er und 40er Jahren. So entstand ein Werk, das wie kaum ein anderes Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts in Musik einbindet.

Samuel Barbers berühmtes Adagio für Streicher sowie George Crumbs bekanntestes Streichquartett „Black Angels“ werden die weiteren Programmpunkte des außergewöhnlichen Konzertabends sein.

 
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