Das SWR-Vokalensemble widmet sich dem Dichter Friedrich Hölderlin © Klaus Mellenthin

69. Schwetzinger SWR Festspiele

Das SWR-Vokalensemble widmet sich dem Dichter Friedrich Hölderlin © Klaus Mellenthin

"Ideale" – unter diesem Leitmotiv steht das Programm der Schwetzinger SWR Festspiele 2020, die auch wieder in Speyer gastieren. Vor 250 Jahren wurden Ludwig van Beethoven und Friedrich Hölderlin, dessen literarisches Werk im Mittelpunkt des Konzerts in der Dreifaltigkeitskirche steht, geboren. In ihrem Werk finden die humanistischen Ideen der Aufklärung und die Ideale der Französischen Revolution, denen sich beide verpflichtet fühlten, künstlerischen Niederschlag.

 

Freitag, 22. Mai 2020, 19:30 Uhr, Dreifaltigkeitskirche
Hölderlin-Gesänge III

Im Schickalslied treffen sie sich, der Dichter Friedrich Hölderlin und der Komponist Johannes Brahms, und bleiben doch auf Distanz. Hölderlins Hyperion-Text endet mit dem Sturz der Menschen ins Ungewisse; Brahms lässt diesem die Sicht aufs Hoffnungslicht der Genien folgen und wandelt so die Perspektive. Der Weg zu diesem Werk führt von Brahms’ Quartetten und Chören über zwei neue Kompositionen. Der Spanier Carlos Bermejo komponierte eine klangräumliche Reflexion über Brahms und sein letztes Stück aus Opus 104. Heinz Holliger, der Schweizer Komponist, Dirigent und Oboist, setzte sich immer wieder mit Friedrich Hölderlin und seinen Sprachkunstwerken, besonders mit den Gedichten auseinander, die jener im Tübinger Turm schrieb, mit »Scardanelli« signierte und irgendwann zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert datierte. Es gibt in Holligers Oeuvre so etwas wie einen »Hölderlin-Klang« – eine künstlerische Wahlverwandtschaft.

Programm:
Johannes Brahms: Vier Quartette für Chor und Klavier op. 92              
Carlos Bermejo: »Früh kommt die Nacht« für Klavier zu vier Händen und
16 Stimmen (Uraufführung, Kompositionsauftrag finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung)
Johannes Brahms: Fünf Gesänge für Chor a cappella op. 104
Heinz Holliger: »Die Jahreszeiten« für Chor a cappella; Epigramme für vier Stimmen auf einen Text von Friedrich Hölderlin (Uraufführung)
Johannes Brahms: Schicksalslied für Chor und Orchester op. 54, Fassung für Chor und Klavier

Mitwirkende:
SWR Vokalensemble
Yukiko Sugawara und Tomoko Hemmi, Klavier
Yuval Weinberg, Dirigent

Yuval Weinberg wird im September 2020 neuer Chefdirigent des SWR-Vokalensembles © Klaus Mellenthin.jpgDas Konzert in der Dreifaltigkeitskirche wird veranstaltet von den Schwetzinger SWR Festspielen und widmet sich wie alle anderen Konzerte der Reihe Hölderlin-Gesänge dem Dichter Friedrich Hölderlin, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal jährt. Der Rundfunkchor des SWR gehört zu den internationalen Spitzenensembles unter den Profichören. Seit über 70 Jahren widmet sich das Ensemble mit Leidenschaft und höchster sängerischer Kompetenz der exemplarischen Aufführung und Weiterentwicklung der Vokalmusik. Die instrumentale Klangkultur und die enorme stimmliche und stilistische Flexibilität der Sängerinnen und Sänger sind einzigartig und faszinieren nicht nur das Publikum in den internationalen Konzertsälen, sondern auch die Komponisten. Der 1990 in Israel geborene und aufgewachsene Dirigent Yuval Weinberg zählt zu den interessantesten und jüngsten Profi-Chordirigenten. Im September 2020 wird er Chefdirigent des SWR Vokalensembles. Er löst damit Marcus Creed ab, der mit 69 Jahren und nach 17 Jahren diese Position aufgibt.

Tickets für die Schwetzinger SWR Festspiele 2020 sind ab 6. Dezember 2019 erhältlich über den SWR Classic Service, Telefon 07221 300 100, online unter swrclassicservice.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.

 

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