Hans-Purrmann-Preise für Bildende Kunst

Selbstbildnis Hans Purrmann

Die Stadt Speyer hat 1965 anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ gestiftet. Seit 2012 wird mit dem "Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer" ein weiterer Preis vergeben, der von der Hans Purrmann Stiftung getragen wird, wie ebenso der Förderpreis seit 2017.

 

Selbstbildnis Hans Purrmann als junger Mann

Der „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstlerinnen und Künstler verliehen werden, die vergleichbar den Lebensstationen Hans Purrmanns (Geburt in der Pfalz, Lebens- und Arbeitsstationen in München, Berlin, Paris, Rom, Florenz, aber auch der Schweiz sowie dem Bodensee) einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen. Jeder, der diese Bedingung erfüllt und das 35. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, kann sich während der Ausschreibungsphase um den mit 6.000 € dotierten Förderpreis bewerben. 

Im Anschluss an die Preisvergabe findet regelmäßig im Kulturhof Flachsgasse eine Ausstellung mit den Arbeiten der Bewerber statt.

Unter der Leitung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Prof. Dr. Andreas Bee wirken in der Jury Professor Christian Jankowski (Stuttgart), Professor Karin Kneffel (München), Professor Martin Liebscher (Frankfurt, Berlin), Professor Marcel Odenbach (Köln), Professor Ben Willikens (Stuttgart) und René Zechlin (Ludwigshafen) mit.

Hans-Purrmann-Preise 2019

Mitte November 2018 hat die Vorjurierung für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ in Speyer stattgefunden. Insgesamt wurden für den Förderpreis 130 Bewerbungen eingereicht, aus denen die Jury acht Künstlerinnen und Künstler für die Hauptauswahl eingeladen hat.

Die Auszeichnung erhält der 1984 in Oberhausen geborene Künstler Ugur Ulusoy. Malerei und Installationen sind die bevorzugten Techniken des freien Künstlers und Studenten der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der außerdem Industriedesign und Architektur studierte.

Ugur Ulusoy überzeugte die Jury mit einer sehr eigenständigen raumgreifenden, malerischen Installation zwischen Bühnenbild, Diorama und Rauminstallation. Im besten Sinne antizyklisch, entgegen der aktuellen Trends, präsentiert er in seiner Malerei der ein wahres Potpourri an kunsthistorischen Referenzen die sich überlagern und verdichten. Die Arbeiten machen neugierig auf seine weitere künstlerische Entwicklung.

Für den mit 20.000 € dotierten "Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer" ist eine Selbstbewerbung nicht möglich. Die Vorauswahl für den Großen Hans-Purrmann-Preis fand Ende November 2018 in München statt. Aus 34 Bewerbungen, die auf Vorschlag von 62 international renommierten Künstlern, Kritikern und Kuratoren eingegangen waren, wählten die Juroren sieben Finalisten aus.

Bei der vierten Auflage geht dieser Preis an die Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch. Die 1983 in Meerbusch-Lank geborene Kristina Buch wurde 2013 Meisterschülerin von Rosemarie Trockel, die sie für den Preis vorgeschlagen hat, an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie war 2012 die jüngste Teilnehmerin auf der dOCUMENTA (13) und hat ihre Arbeiten u.a. in der Bundeskunsthallte Bonn (2018), MALBA / Buenos Aires (2017), Istanbul Biennial (2015), Kunsthalle Basel (2015), Index The Swedish Contemporary Art Foundation (2014), Emily Harvey Foundation NYC (2013) und der Manifesta9 (2012) gezeigt. 

Kristina Buch, die, bevor sie zur Kunst kam, Biologie und Theologie studierte, bedient sich in ihren künstlerischen Recherchen der gesamten Brandbreite der Kultur-, Geistes-, Natur und Sozialwissenschaften und eröffnet so unerwartete Dialoge. Besonders die Arbeit „One of the things that baffles me about you is that you remain unmurdered“ und die feinsinnige Gesamtinstallation überzeugten die Jury. Kristina Buch entwickelt ihre Werke stets aus ihren individuellen Erfahrungen heraus und erreicht so eine poetische Balance zwischen Ästhetik und künstlerischem Konzept.

Die Preisverleihung im Historischen Ratssaal fand am 9. Februar 2019 statt. Bis einschließlich 10. März 2019 sind die Arbeiten aller Finalisten in der Ausstellung zum Wettbewerb im Kulturhof Flachsgasse zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Do - Fr 11 - 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

 
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