Fröhliche Kinder, © Stadt Speyer

Netzwerk Kindeswohl und Kindergesundheit

Fröhliche Kinder, © Stadt Speyer
Die Ziele des Landeskinderschutzgesetzes (LKindSchuG) umzusetzen, ist die Aufgabe  dieses lokalen Netzwerkes.
 


Mit Inkrafttreten des Landeskinderschutzgesetzes nahm im September 2008 die Koordinationsstelle „Netzwerk Kindeswohl und Kindergesundheit Speyer“ ihre Arbeit auf. Ihre Aufgabe ist es, die im Landeskinderschutzgesetz verankerten Ziele vor Ort umzusetzen:

  • Förderung der Kindergesundheit
    In enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis wirken wir auf die Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen hin.
  • Früherkennnung von Risikofaktoren
    Durch Kooperationsvereinbarungen mit Kindertagesstätten und freien Trägern der Jugendhilfe haben wir verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit im Rahmen des Kindesschutzes getroffen.
  • Aufbau eines lokalen Netzwerkes
    Zum Netzwerk Kindeswohl und Kindergesundheit gehören alle Speyerer Einrichtungen und Berufsgruppen, die mit Familien arbeiten, z.Netzwerkkonferenz 2017 © Stadt SpeyerB. Beratungsstellen, die Kinder- und Geburtsklinik des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses, Kindertagesstätten, Ärzte, Hebammen, Gesundheitsamt, Häuser der Familie, Schulen, Deutscher Kinderschutzbund, Frauenhaus, Jobcenter, Polizei, Jugendhilfe- und Bildungsträger.
    Netzwerkkonferenz 2017, © Stadt Speyer

Jährlich stattfindende Netzwerkkonferenzen, interdisziplinäre Fortbildungen und verschiedene Arbeitskreise verbessern die Grundlagen für eine gelingende Kooperation und einen wirksamen Kindesschutz in Speyer.

 

  • Entwicklung von frühen und niedrigschwelligen Hilfen
    Seit März 2012 können wir über die Anlaufstelle "Frühe Hilfen Speyer" werdenden Eltern und Eltern nach der Geburt ihres Kindes und mit Kindern bis drei Jahren Beratung, Vermittlung von Unterstützungsangeboten sowie passgenaue Hilfen anbieten.

Aktivitäten  

  • Beratungs- und Hilfsangebote für Schwangere, Eltern und Familien in Zeiten von Corona 
    Aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entfallen derzeit viele Eltern-Kind-Angebote, Familienzentren mussten ihre Pforten schließen und viele Beratungsstellen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Wohin also können sich Schwangere, Eltern und Familien wenden, wenn sie Fragen und Sorgen haben? Wer hört ihnen zu oder berät sie, wenn sie in Not oder in einer Konfliktsituation sind? Die Familienbildung und die Netzwerkkoordination Kindeswohl der Stadt Speyer haben eine Übersicht an Beratungsmöglichkeiten zusammengestellt, bei denen eine Telefon- oder Online-Beratung möglich ist, diese finden Sie hier.

  • Arbeitskreis "Frühe Hilfen Speyer"
    Der Arbeitskreis besteht aus ca. 25 - 30 Vertreter/innen von Einrichtungen aus der Jugend-/Gesundheitshilfe, die rund um die Geburt mit Familien arbeiten.
    Intention ist es, die Kooperation im Rahmen der präventiven Hilfen zu intensivieren, Informationen auszutauschen und weitere notwendige Unterstützungsangebote für werdende Eltern wie auch Eltern mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren einzurichten.

  • Arbeitsgruppe "Seelische Gesundheit rund um die Geburt"
    Sie ist aus dem Arbeitskreis "Frühe Hilfen Speyer" entstanden. Ziel ist es, den Bedarf an Unterstützungsangeboten von rund um die Geburt seelisch belasteten und erkrankten Frauen zu ermitteln und entsprechende Hilfen gemeinsam mit den Netzwerkpartnern zu entwickeln.

  • Jährliche Netzwerkkonferenzen

  Die 10. Netzwerkkonferenz am 7.11.2019 stand unter dem Thema 

  "Resilienz". Anbei ein Filmbeitrag aus dem Workshop "Eco-Mapping":


  • Diese Datei kann auf Ihrem Rechner leider nicht abgespielt werden. Sie haben aber die Möglichkeit die Datei auf Ihren Rechner herunterzuladen:


    Am Mittwoch, den 28. Oktober 2020 wird die 11. Netzwerkkonferenz, im Rathaus Speyer, Maximilianstr. 12, stattfinden.

    Aktionen

    Kultur auf Rezept: „Theater tut gut“

    v.l.n.r.: Matthias Folz, Andrea Schmitzer, Monika Kabs, Arthur NaselDie bewährte gemeinsame Aktion „Theater tut gut“ der örtlichen Kinder- und Jugendärzte, des Kinder- und Jugendtheaters Speyer, der Netzwerkkoordination Kindeswohl-Kindergesundheit/Frühe Hilfen der Stadt Speyer und der gesetzlichen Krankenkasse BARMER geht in ihr zehntes Jahr. Anlässlich des Jubiläums stellte Bürgermeisterin Monika Kabs gestern gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kooperationspartner in ihrem Dienstzimmer die neu aufgelegten Flyer und Gutscheine vor.  

    Im Rahmen der Aktion verschreiben alle in Speyer, Dudenhofen und Römerberg ansässigen Kinderärzte sowie der Chefarzt der Kinderklinik am Diakonissenkrankenhaus Speyer ihren jungen Patientinnen und Patienten bei jeder Früherkennungsuntersuchung (U-Untersuchung) Kultur in Form eines persönlichen Gutscheins zum kostenlosen Besuch einer Veranstaltung des Kinder- und Jugendtheaters Speyer.

    „Ich freue mich, dass ,Theater tut gut‘ nun bereits sehr erfolgreich ins zehnte Jahr startet“, betont Bürgermeisterin Monika Kabs. Aus ihrer Zeit als Lehrerin wisse sie, dass viele Kinder das Angebot des Speyerer Kinder- und Jugendtheaters gar nicht kennen. „Ich bin selbst gerne dort zu Gast und tauche mit Freude in die spannenden Geschichten der Stücke ein. Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass möglichst viele Kinder- und Jugendliche selbst diese tolle Erfahrung machen können“.

    Die Aktion hat mehrere positive Effekte. Zunächst wird die Wahrnehmung der freiwilligen Früherkennungsuntersuchungen für die Eltern noch attraktiver. Zwar nehmen in Rheinland-Pfalz laut Landesjugendamt im Durchschnitt 98% der Eltern die Früherkennungsuntersuchungen wahr, doch werden die Untersuchungen ab der U8 (Vierter Geburtstag) öfter vergessen. Insgesamt sind innerhalb der ersten 14 Lebensjahre elf Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche (U1 bis U9 und J1) vorgesehen. Manche Krankenkassen, wie zum Beispiel die BARMER, bieten darüber hinaus in ihrem Programm noch zusätzliche Zwischentermine wie die U10 und die U11 sowie die J2 an. Neben dem körperlichen wird der geistige und seelische Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen bei den Untersuchungsterminen festgestellt und eventuell notwendige Maßnahmen eingeleitet. Die Untersuchungen dienen so der aktiven Gesundheitsvorsorge.

    Einen weiteren positiven Effekt nennt Matthias Folz, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters: „Wir erreichen durch diese Aktion Kinder und Jugendliche, die sonst vielleicht nicht in unser Theater gekommen wären. Die Ärzte verschreiben ihren jungen Patientinnen und Patienten sozusagen ein Medikament, das der Seele und dem Geist gut tut und das ausschließlich positive Nebenwirkungen hat, nämlich Spaß, Freude und Glücksgefühle“.

    Da die Kinder das Theater in der Regel nicht alleine besuchen, fungiert der Gutschein unter Umständen für die ganze Familie als Türöffner in die Welt des Theaters. Schwellenängste werden abgebaut und für das Theater erschließt sich ein neues Publikum.

    Arthur Nasel, Mitarbeiter der BARMER-Geschäftsstelle in Speyer: „In Rheinland-Pfalz ist der Anteil der Eltern, die ihre Kinder zu den U-Untersuchungen bringen, erfreulicherweise größer als im Bundesdurchschnitt. Allerdings gibt es eine Reihe von Bundesländern, in denen die Quoten noch höher sind. Es gibt also noch Steigerungspotenzial.“ Aus diesem Grund unterstütze die BARMER als gesetzliche Krankenkasse aus voller Überzeugung die Aktion „Theater tut gut“ schon zum zweiten Mal mit der Übernahme der Druckkosten für die Flyer. Für die BARMER stehe schon seit vielen Jahren die Gesundheitsförderung von Kinder und Jugendlichen im Fokus. „Wer heute in die Gesundheitsvorsorge von Kindern und Jugendlichen investiert, legt den Grundstein für eine gesunde Zukunft im Erwachsenenalter“, erklärte Nasel.

     
    Um unsere Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
    Einverstanden