Abfallvermeidungswoche 2022



Motto: Nachhaltige Textilien

78 Euro, so viel gibt im Durchschnitt jede Person in Deutschland für Kleidung aus - jeden Monat. Dies ergibt ein Gewicht von etwa 18 kg neuer Textilien pro Person und Jahr. Die meisten Kleidungsstücke sind dabei schnell produzierte Billig-Kleidung von teilweise schlechter Qualität. Sogar einen Begriff gibt es für diesen Trend: „Fast Fashion“ - diese gilt als Wegwerfware ohne hohen Wert. Dabei ist die Herstellung von Bekleidung insgesamt, so auch im Fast-Fashion-Bereich, ein aufwändiger Prozess mit enormen Folgen für die Umwelt und die sozialen Strukturen in den Herstellungsländern. Europaweit ist die Textil- und Bekleidungsindustrie sogar neben dem Bausektor, dem Verkehr und der Lebensmittelindustrie einer der Sektoren mit der größten Umweltverschmutzung.

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) legt den Fokus deshalb in diesem Jahr auf das Thema „nachhaltige Textilien“, um eine nachhaltige Nutzung von Textilien sowie eine verstärkte Kreislaufführung zu fördern. 

Beteiligen können sich alle, die sich mit ihren Aktionen für Abfallvermeidung und Ressourcenschutz stark machen. Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft, aber auch aus Politik und Verwaltung können zu diesem Zweck deutschlandweit Veranstaltungen wie Bildungsprogramme, Diskussionsrunden oder Ausstellungen organisieren. Allein in Deutschland engagierten sich zur EWAV 2021 Menschen mit gut 1.500 Aktionen. Eine Registrierung Ihrer Aktion ist bis zum 16. November 2022 unter www.wochederabfallvermeidung.de möglich.

Aktionen in Speyer:

  • Freitag, 25.11.2022, 10-13 Uhr, Upcycling-Nähkurs im Media-Tor
    Nicht jedes abgelegte Kleidungsstück ist ein Fall für den Müll. Auch mit wenig Erfahrung lassen sich aus alten Kleidungsstücken neue Sachen zaubern. „Upcycling“ ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern macht auch glücklich und spart zudem auch noch Geld.
    Alles, was du für diesen Workshop brauchst, sind eine Nähmaschine, erste Näherfahrungen, sowie ein Kleidungsstück, dass du nicht mehr trägst. Gemeinsam überlegen wir, was wir aus deinem Teil zaubern können, oder vielleicht hast du auch schon eine Idee, weißt aber nicht genau, wie du sie umsetzen sollst.
    Zusätzliches Material (wie z.B. Kordel, Bänder, zusätzlicher Stoff, Filzstücke, Knöpfe) kann ggf. bei der Kursleiterin vor Ort erworben werden. Max. Teilnehmerzahl: 6 (bitte gib bei der Anmeldung an, ob du eine eigene Nähmaschine mitbringen kannst, wir haben nur zwei Leihgeräte) Weitere Informationen und Anmeldung auf www.bz-bm.de 
  • Samstag, 26.11.2022, 11-14 Uhr, Kleider-Tauschbörse im Kaufladen - Speyer unverpackt:
    In Deutschland kauft jede Person jährlich circa 60 Kleidungsstücke, wir tragen wir sie aber nur noch halb so lange wie vor 15 Jahren. Mit dem Kleidertausch zur Woche der Abfallvermeidung im Kaufladen am Samstag, den 26.11. (11-14 Uhr) verlängern wir die Lebensdauer deiner aussortierten Kleidung! Wir geben dir die Möglichkeit, nachhaltig und kostenlos neue Kleidung für deine Garderobe zu finden.   So funktioniert's: Jede*r bringt um 11 Uhr Kleidung mit, die er*sie nicht mehr trägt - bitte maximal fünf Teile, sauber und in gutem Zustand. Im Nebenraum gibt es für alles ein Plätzchen - sortiert eure Teile ein und schaut euch um. Im Gegenzug sucht man aus der gesammelten Kleidung neue Teile aus. Es gibt eine Umkleide und einen Spiegel, Getränke und Snacks natürlich auch!

Was ist die Europäische Abfallvermeidungswoche?

Abfallvermeidung und Wiederverwendung stehen an der Spitze der EU-weit geltenden Abfallhierarchie. Akteure aus Wirtschaft und Industrie, Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft sind dazu aufgerufen, mit eigenen Aktionen innovative Ideen und zukunftsweisende Projekte rund um die Abfallhierarchie zu präsentieren.

Auf der Website www.wochederabfallvermeidung.de sind  alle Beiträge aus Deutschland in einer Aktionskarte zusammengefasst. Die Aktionswoche wird seit 2009 durch die Europäische Union gefördert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert die Aktivitäten für Deutschland. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Mitteln zur Unterstützung der Europäischen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet.