FAQ: Landesgartenschau 2026


Das FAQ wird fortlaufend mit Ihren Fragen aktualisiert.

  • Definition Machbarkeitsstudie

    Die Machbarkeitsstudie prüft in erster Linie ob das Projekt Landesgartenschau (kurz LGS) in Speyer im Hinblick auf Flächenpotenziale, nachhaltiges Konzept/Nutzen und Finanzierung überhaupt möglich ist. In diesem Zuge wird ein Entwicklungsplan skizziert der die möglichen Handlungsfelder der nächsten Jahre in einem gesamtstädtischen Zusammenhang aufzeigt. Die Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage um sich beim Land um eine Ausrichtung der LGS zu bewerben. 

  • Finanzierung

    Mit der Machbarkeitsstudie werden in einem ersten Schritt die finanziellen Risiken abgeschätzt. Im Zuge einer erfolgreichen Bewerbung besteht der Vorteil, dass neben dem Eigenanteil ein Großteil der städtischen Entwicklungsmaßnahmen mit einer Landesgartenschau finanziell gefördert wird. 

  • Vorteile Landesgartenschau

    Mit einer Landesgartenschau können erfolgreich und subventioniert gesamtstädtische Entwicklungsprozesse angestoßen werden. Hier geht es insbesondere um die Verbesserung bestehender Missstände und die Schaffung nachhaltiger Strukturen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Natur/Umwelt, Freizeit/Erholung und Mobilität. 

  • Hauptimpulse und Beweggründe für eine Landesgartenschau in Speyer

    • Entwicklung und Nachnutzung für die Kasernenfläche – bestehende Versiegelung minimieren, nachhaltige Quartiersentwicklung initiieren
    • Verbesserung der Infrastruktur (Versorgung, Mobilität, Freizeitangebot) in Speyer Nord
    • Gesamtstädtisch Mobilität verbessern und nachhaltigere Angebote schaffen – ÖPNV verbessern, Einzelmaßnahmen (Radwegeausbau)
    • Beitrag zum Klimanotstand
    • Mehr Bewusstsein schaffen für Schutzgut Boden/ Landwirtschaft
    • Freizeit- und Erholungsfläche verbessern und neu schaffen
    • Wirtschaftlicher Aufschwung für bestehende Strukturen (Gastronomen, Einzelhandel, Handwerker vor-Ort)
    • Kulturschaffenden mehr Raum und Fläche geben
    • Nachhaltiges Gewerbe etablieren
  • Flächenunterschied Landesgartenschau und Pionier Quartier

    Die Projekte LGS und Pionier Quartier planen beide die weitere Entwicklung für die heute schon bestehende Fläche der Kurpfalzkaserne (Schnittmenge der Projekte). Das Pionier Quartier plant darüber hinaus eine großflächige Gebietsentwicklung für Wohnen und Gewerbe die auch Flächen im Außenbereich mit einbezieht. Die Landesgartenschau wird unabhängig von dem Pionier Quartier geplant. Eine Entscheidung für die Landesgartenschau bedeutet keinesfalls eine Entscheidung für das Pionier Quartier.

  • Warum Innenstadt?

    Mit der LGS soll ein Mehrwert für ganz Speyer geschaffen werden. Insbesondere durch die Verbindungsstrukturen sollen zum einen Grünstrukturen verbessert und neu geschaffen werden, zum anderen sollen auch die Mobilitätsverbindungen von Speyer Nord zur Kernstadt und umgekehrt verbessert und nachhaltiger gestaltet werden. Durch die Einbindung des innerstädtischen Bereiches Klipfelsau als LGS-Kernfläche in die Planung wird der Brückenschlag zum Dom als Zentrum der Stadt Speyer erzeugt und zum anderen wird auch hier eine Aufwertung in und um den zentralen Grünbereich möglich wie beispielsweise die Aufwertung der Promenadenzone. 

    Durch die Flächenausweisung Klipfelsau als Kernfläche wird zudem das im Rahmen der Machbarkeitsstudie nachzuweisende Flächenpotenzial erreicht ohne größere Flächenpotenziale im Außenbereich (landwirtschaftliche Flächen) mit in die Planung einzubeziehen. 

  • Wegfall der Grünflächen in der Innenstadt

    Grünflächen sollen nicht wegfallen oder neu definiert werden, sondern im Bestand attraktiviert werden. Möglicherweise gelingt es zudem die bestehenden Grünflächen im Rahmen der Planung noch auszuweiten.

  • Grünfläche Domgarten

    Der Domgarten soll auch gemäß den Planungsüberlegungen weiterhin öffentlich zugänglich bleiben. Eine Betrachtung als LGS Fläche ist ausgeschlossen.

  • Eintritt zur Klipfelsau während der LGS

    Der weitere Prozess muss zeigen wie und in welcher Form eine Bespielung und Beplanung der Klipfelsau erfolgen könnte. Es geht hier um eine sorgfältige Ausarbeitung von Vor- und Nachteilen und der entsprechenden Abwägung im gesamtstädtischen Kontext. Im Rahmen der LGS können neue Grün- und Nutzungskonzepte geschaffen werden die für die Speyrer*innen auch im Anschluss zur LGS einen dauerhaften und besonderen Mehrwert schaffen.

  • Hochwasser im Bereich Klipfelsau

    Die fachlichen Rahmenbedingungen der Hochwassersituation Klipfelsau sind bekannt. Im Rahmen von Planungsüberlegungen finden hier Abstimmungen mit den Fachbehörden statt um zu evaluieren ob und in welcher Form eine Nutzung der Fläche überhaupt möglich ist.

  • Neuplanung des Sportplatzes Klipfelsau – Nutzung durch das Kaiserdom Gymnasium 

    Lösungsmöglichkeiten im Sinne eines entsprechenden Flächenersatzes sind Teil des Planungsprozesses. Abstimmungen werden stattfinden sofern sich hier eine Planung bzw. ein Wegfall des Sportplatzes konkretisiert.

  • Mobilitäts-/ Verkehrskonzept

    Entsprechende Kalkulationen zu der Verkehrssituation und -entwicklung werden im Verfahren erhoben, wenn die Grundlagendaten wie bspw. die zu erwartende Besucherzahlen vorliegen. Ziel der LGS ist die langfristige Verbesserung der Verkehrssituation und Forcierung eines geänderten Mobilitätsverhaltens. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wird ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden das diese Planungen in einem ersten Schritt konkretisiert. 

  • Wasseranbindung der Fläche in Speyer Nord

    Es soll im Rahmen der Planungen der Wegestruktur im Bereich entlang der Promenade am Rhein Verbesserungen geben. Eine weitere Anbindung/Einbindung des Rheins bzw. auch ‚Wassertransport‘ wird im Rahmen der aktuellen Planung nicht weiterverfolgt da hier kein nachhaltiger Effekt zu erwarten ist.