Die Rote Bank: Ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen


Die Rote Bank


„La Panchina Rossa“, übersetzt "Die Rote Bank", wurde erstmals 2014 in Turin in Italien aufgestellt. Weitere Städte folgten, darunter auch die Speyerer Partnerstadt Ravenna. Auch in Deutschland hat die Aktion Einzug erhalten, nach Potsdam und Freiburg steht nun auch eine Bank in Speyer.
Die Bänke, die in auffälligem Rot das Stadtbild prägen, sollen Menschen für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und an die vielen Frauen erinnern, die Opfer von Gewalt geworden sind.

„Die Rote Bank ist ein starkes Zeichen, weil sie nicht nur unsere enge Verbindung zu unserer Partnerstadt Ravenna aufzeigt, sondern einen wichtigen Appell in den öffentlichen Raum stellt: Bei Gewalt an Frauen und Mädchen nicht wegzusehen, sie nicht zu verharmlosen und geschlechtsspezifische Gewalt nicht zu tolerieren“, betont Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Ute Schramm, Leiterin der Malerwerkstatt an der Schule im Erlich hat dieses Thema in der Gestaltung der Bank sichtbar werden lassen: „Die in Hell- und Dunkelrot gezeigte Holzmaserung wird auf der Rückenlehne „gewaltsam“ gebrochen: Ein Schlag, ein Schrei, ein Splittern – Gelb, Grau und Weiß zerreißen die vorhandenen Strukturen im Holz, so als erleide die Bank stellvertretend einen Angriff.“

Viele Persönlichkeiten haben dieses Projekt mit einem Statement unterstützt, darunter die Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche der Pfalz Dorothee Wüst, der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiedemann, die Geschäftsführerin Marina Nikiforova der jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz sowie die ehemaligen Oberbürgermeister Werner Schineller und Hansjörg Eger.

Die Statements sind auf der Homepage der Stadt Speyer unter www.speyer.de/rotebank einzusehen, zu der man auch mittels QR-Code gelangt, der vor Ort an der Bank gescannt werden kann.

Durch bewusstes Platznehmen auf der Bank wird den Betroffenen verdeutlicht, dass sie nicht alleine sind.    
Alle Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Speyer sind daher eingeladen, die Bank zu besuchen, dort zu verweilen und damit ihre Solidarität zu bekunden. Zusendungen von Fotos mit und auf der Roten Bank an die Gleichstellungsstelle der Stadt sind herzlich willkommen.

Medieninformation der Stadt Speyer vom 12. Februar 2021


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