kleine Ambrosia-Pflanze, © Stadt Speyer

Ambrosia als Allergieauslöser

blühende Ambrosia © Stadt Speyer

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemsisiifolia) kennt man auch unter den Namen Aufrechtes oder Beifußblättriges Taubenkraut, Hohe Ambrosie oder Hohes Taubenkraut, oder einfach Ambrosia. Es handelt sich um eine recht unauffällige, krautige Pflanze.  Da ihre stark allergen wirkenden Pollen selbst bei Nicht-Allergikern Reaktionen auslösen können wird die Pflanze für den Menschen als sehr gefährlich eingestuft.

 

 

Diese Seite gibt einen kurzen Überblick über die Ambrosia. Detaillierte Informationen können sie dem Infokasten "Nähere Informationen" auf der rechten Seite entnehmen.

Kurzbeschreibung

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze bevorzugt nahezu vegetationsfreie Flächen. Sie hat mehrfach tief eingeschnittene Blätter und wird daher gerne mit dem Gewöhnlichem Beifuß verwechselt. Ihre zahlreichen unscheinbaren Blüten hängen jeweils gestielt an einer aufrechten und unverzweigten Hauptachse. Die einjährige Pflanze befruchtet ihre Samen selbst. Diese überwintern im Boden, während der Rest des Vegetationskörpers abstirbt. Eine ungestört gewachsene Pflanze kann bis zu Tausend Samen produzieren. Die Pollen der Pflanze gelten als extrem allergen. Sogar bei Nicht-Allergiker können typische Reaktionen wie tränende oder juckende Augen, Heuschnupfen und sogar Atemnot auftreten. Für Allergiker reicht schon eine sehr geringe Menge an Pollen aus, um die typischen Reaktionen auszulösen.

Vorkommen und Verbreitung

Ihre Hauptverbreitungsursache wird dem Handel mit verunreinigtem Vogelfutter zugeschrieben. Auch verunreinigte Erde oder verunreinigte Pflanzensamen gelten als Verbreitungsursache. Von der EU wurde 2012 daher die Einfuhr und der Handel mit verunreinigten Saatgütern geregelt. Besonders unsere näheren Nachbarländer haben erhebliche Probleme mit dem übermäßigen Auftreten der Pflanze. Teilweise wird auch von einer Verdrängung einheimischer Arten berichtet. In Deutschland wurde eine tatsächliche Verdrängung einheimischer Arten nicht beobachtet, was jedoch auch an deren gezielter Entfernung liegen mag.

Um die Pflanzenvorkommnisse schneller und detaillierter zu erfassen haben einige Bundesländer eigene und auf freiwilligen Meldungen basierende Datenbanken aufgebaut.  Auch in Rheinland-Pfalz wird die Ambrosia durch freiwillige Meldungen erfasst. Wenn Sie Kenntnis über den Standort einer Ambrosia haben, können Sie diese hier online beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung. Weinbau und Forsten melden.

Interessantes am Rande

Untersuchungen im Hinblick auf den globalen Klimawandel haben ergeben, dass eine Temperatur- und Kohlenstoffdioxiderhöhung ein schnelleres Wachstum fördert und zu mehr Biomasse führt.

Eine einzelne Pflanze bildet mehrere Tausend Samen, welche im Boden bis zu 40 Jahre überwintern können. Hier haben Studien gezeigt, dass bei besonders kalten Wintern mehr Samen im darauffolgenden Frühjahr zu keimen beginnen.

In den USA konnte beobachtet werden, dass Kühe die Pflanze eher meiden. Nur wenn ungenügend Alternativen geboten sind, wird die Ambrosia gefressen. Dabei stellte sich heraus, dass die anschließend erhaltene Milch und Folgeprodukte unangenehm rochen und schmeckten.