Jüdische Geschichte

Die jüdische Gemeinde trug in ihrer Blütezeit vom 11. bis 13. Jahrhundert ganz wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt bei. Speyers herausragende Stellung in der jüdischen Geschichte wird z.B. dem Besucher des Jüdischen Museums in Berlin deutlich vor Augen geführt. Dessen Dauerausstellung stellt Speyer mit Worms und Mainz, den sog. SCHUM-Städten (Hebr. Knoblauch, genannt nach den hebräischen Anfangsbuchstaben dieser Städte), als Zentren jüdischer Gelehrsamkeit in Westeuropa vor.

 

Der Synagogenbau von Speyer, eingeweiht 1104, markiert den Aufstieg der bedeutendsten jüdischen Gemeinde im Bereich der späteren Pfalz, die sich unter dem Schutz von Kaiser Heinrich IV. (1056-1106) im Schatten des Domes ein religiöses und geistiges Zentrum schuf. Die Gemeinde unterhielt ein „Jeshiwa“, ein Lehrhaus zur Ausbildung von Schriftgelehrten. Studierende kamen von überall her, um bei den Weisen von Speyer zu lernen.

Die Reste der Synagoge, der nach 1230 angefügte Frauenbetraum und die Mikwe von 1128, ältestes erhaltenes Ritualbad in Mitteleuropa, gelten als Kulturdenkmäler ersten Ranges. Für die Funde jener Zeit wurde das Museum SchPIRA eingerichtet, in dem Speyers großer jüdischer Vergangenheit gedacht wird.

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