Domnapf, Domgarten und Ölberg

Domnapf vor der Westfassade des Kaiserdomes, ©Karl Hoffmann

Auf dem Platz vor dem Hauptportal des Domes steht der Domnapf. Ursprünglich markierte er die Grenze zwischen den Hoheitsgebieten von Bischof und Stadt.

 

Domnapf vor der Westfassade des Kaiserdomes, ©Karl Hoffmann Seit seiner Errichtung im 14. Jahrhundert spielte er im Strafvollzug eine bedeutende Rolle: Wer städtisches Recht verletzt hatte und zum Domnapf flüchtete, war vor Strafverfolgung geschützt.

Diese historischen Funktionen erfüllt der Domnapf schon lange nicht mehr. Ein beliebter mittelalterlicher Brauch wird aber bis in die Neuzeit gepflegt. Bei besonderen kirchlichen Anlässen wird der Domnapf mit Wein gefüllt. Bei einem Fassungsvermögen von über 1500 Litern können viele Bürger und Gäste vom Rebensaft kosten. Zum letzten Mal geschah dies zum 950-jährigen Weihejubiläum des Doms zu Speyer am 02.10.2011.

Domgarten

Bei der Restaurierung im 19. Jahrhundert wollte man um den Dom eine große freie Fläche schaffen. Deshalb wurde der 1689 zerstörte Kreuzgang nicht wieder aufgebaut und 1821 der Domgarten angelegt.

Kaiserdom Luftaufnahme, ©Klaus LandryIn seinem südlichen Teil liegt der Ölberg, eine steinerne Figurengruppe, die das biblische Geschehen auf dem Jerusalemer Ölberg darstellt. Er bildete ehemals den Mittelpunkt des Domkreuzganges und wurde mit diesem vernichtet. Der Speyerer Bildhauer Gottfried Renn schuf im 19. Jahrhundert die Skulpturen, die heute zu sehen sind.

Die Antikenhalle von 1826 ist seit 1930 ein Kriegerehrenmal. Die Besucher finden im Park auch eine Bronzebüste für Friedrich Magnus Schwerd, der im 19. Jahrhundert als Lehrer am Kaiserdom-Gymnasium wirkte und hohe wissenschaftliche Verdienste in Astronomie und Physik erwarb. Aus den 1930er Jahren stammen vier Figurengruppen der salischen Kaiser. Ein zweigeschossiger Mauerturm der Stadtmauer mit flankierenden runden Treppentürmen, das sogenannte Heidentürmchen, datiert aus dem späten 13. Jahrhundert.

Ölberg

Im südlichen Domgarten liegt der Ölberg, ehemals Mittelpunkt des Domkreuzganges. Der Speyerer Bildhauer Gottfried Renn schuf im 19. Jahrhundert das heutige Figurenprogramm, die ursprüngliche im 15. Jh. entstandene Darstellung wurde später weitestgehend zerstört.

 
 




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