Fasnachtsmuseum im Wartturm, © Klaus Landry

Fasnachtsmuseum

Fasnachtsmuseum im Wartturm, © Klaus Landry

Das närrische Treiben der Region wird im Fasnachtsmuseum dokumentiert. In vier Turmgeschoßen und in einem mit Hilfe großzügiger Förderer renovierten Anbau sind zahlreiche Urkunden, Dokumente und alte Fotografien aus der Geschichte der über 200 Karnevalvereine, Gesellschaften, Corps, Zünfte und Gilden der Umgebung  zu besichtigen.

 

Dazu kommen Liedertexte und Liederbücher, Veranstaltungsprogramme, „Narrenpässe“ und Zugprogramme. Diese weisen erste organisierte Fasnachtsumzüge bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach. Die kostbare Originalausgabe einer Speyerer Chronik belegt „das Unwesen der Fastnacht“ in der alten Reichsstadt bereits für das Jahr 1296.

Auch die politische Fasnacht in den Tagen der „Märzrevolution“ ist in einem wertvollen Almanach von 1848 beschrieben. Ergänzt werden diese Exponate durch eine große Sammlung von Karnevalsorden und fantasievollen Kostümen für Bühne und Bütt, für Tanzmariechen und Gardistinnen, z.B. die original erhaltenen Kostüme von traditionellen Symbolfiguren wie etwa die des Heidelberger „Perkeo“, des „Graf Kuno“ von Bruchsal oder des „Jägers aus Kurpfalz“. Nicht zu vergessen sind die originellen Narrenpreise zu höchsten Ehren oder für „wichtige Menschen“ wie etwa den „Goldenen Winzer“ (Bad Dürkheim), den Pälzer Krischer“ (Ludwigshafen), den „Philippsburger Trommler“, den „Ettlinger Narrenbrunnen“ oder den „Zwickschbatz“ aus Pirmasens und den „Speyerer Till“.

 
 




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