Kaiserdom mit Blick auf die Innenstadt, Foto © Klaus Venus

Das Selbstverständnis der Stadt Speyer

Um ein ganzheitliches und ausgereiftes Stadtmarketingkonzept und auf die Stadt abgestimmte Leitziele entwickeln zu können, war es zunächst besonders wichtig, sich das Selbstverständnis der Stadt zu vergegenwärtigen.

 

Judenhof, Foto © Klaus VenusDurch eine umfangreiche Befragung zum Ist-Zustand, an der neben der Stadtverwaltung auch weitere Akteure wie zum Beispiel verschiedene Betriebe, Verbände, Institutionen und Kirchen sowie Jugendliche und Jugendvertreter beteiligt waren, wurde analysiert, wie Speyer von Innen heraus gesehen und wahrgenommen wird.

Die Stadt hat starke historische Wurzeln und eine ausgeprägte Identität. Schon immer ist sie ein Schmelztiegel von Religionen, Kulturen und verschiedensten Einflüssen gewesen. Neuerungen und Veränderungen werden mit einer Mischung aus Weltoffenheit und Selbstbewusstsein aufgenommen. Tradition und Moderne werden hier sehr gut miteinander in Einklang gebracht.

Was Speyer wirklich ausmacht, ist die besondere „Mischung“ aus begehrtem Wohnort und starkem und dynamischem Wirtschaftsstandort mit einem attraktiven Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Bildungsangebot, der über hohe touristische, kulturelle und „genießerische“ Qualitäten verfügt.

Brezelfestumzug auf der Maximilianstraße, Foto © Klaus VenusDie liebenswert gelassene, dennoch moderne und offene Lebensart zeigt sich auch in einer ausgeprägten Kommunikation- und Genusskultur – sichtbar in der von Weinwirtschaften, Cafés sowie einer abwechslungsreichen und regionstypischen Gastronomie geprägten Innenstadt. Überhaupt: Die Speyerer sind stolz auf ihre Innenstadt. Hier findet das Leben statt, hier blüht die Kultur, hier trifft man sich, tauscht sich miteinander aus, feiert und genießt gemeinsam. Besonders deutlich wird dies auch durch die vielen Feste und Veranstaltungen.

Speyer verkörpert ein aktives und engagiertes Bürgertum mit reichhaltigen Netzwerken und einer ausgeprägten Ehrenamtlichkeit in allen Bereichen. Ein respektvoller Umgang „auf Augenhöhe“ ist selbstverständlich. Er erleichtert Kommunikation, Koordination und die Zusammenarbeit aller Akteure.

Gleichzeitig wird eine überragende Lebensqualität geboten: Von Wohnen über Bildung bis zur Gesundheit, von der Kultur über die Freizeit bis zum Sport – die Versorgung aller Gesellschafts- und Altersgruppen ist gesichert. Grundlage der hohen Lebensqualität ist auch die „gesunde Mischung“ aus bodenständigen kleinen, mittelständigen und großen Betrieben, ein starker standortgebundener Mittelstand und die Vielzahl an Behörden, Dienstleistungen und Bildungseinrichtungen.

Feuerbachhaus, Foto © Klaus VenusAls kulturell blühende Stadt ist man besonders stolz auf das breit aufgestellte kulturelle und religiöse Erbe. Dieses wird von der Bevölkerung getragen und erhalten, aber auch genutzt und belebt. Weltweit ist Speyer bekannt für seinen Dom, das einzigartige Weltkulturerbe der Stadt.

Es bietet jedoch weit mehr: Es ist ein attraktiver Tourismus- und Freizeitstandort mit einer einzigartigen Komposition aus Sehenswürdigkeiten und Aufenthaltsorten. Viele Übernachtungs- und Tagesgäste nehmen die besten Eindrücke mit nach Hause. Eingebettet in die Region ist Speyer ein attraktiver Standort mit vielfältigen Naherholungs- und Freizeitmöglichkeiten für Menschen aller Generationen.

Die Lage am Rhein ist ein weiterer entscheidender Standortfaktor. Zum einen gilt der Rhein mit seinem Hafen als Wirtschaftsader, zum anderen ist der Fluss mit den Rheinauen, den Altrheinarmen und der Uferpromenade ein wichtiger Naherholungsraum für die Bevölkerung und Touristen. Als „Stadt am Rhein“ soll Speyer stärker in das regionale Bewusstsein gerückt werden.

Rheinufer am Abend, Foto © Manuel DietrichSpeyer ist Teil der lebendigen Natur- und Kulturlandschaften Pfalz und Kurpfalz, gleichzeitig auch ein selbstbewusstes, leistungsstarkes Mittelzentrum in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Zukunft wird gemeinsam mit den Partnern im regionalen Umfeld gestaltet. Dabei bringt sich die Stadt aktiv in regionale Entwicklungen ein. Die sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Möglichkeiten werden zum Wohle der Stadt genutzt und gefördert.