Dt.-Chinesischer Künstleraustausch: Martin Eckrich lebt und arbeitet z.Zt. in Ningde

Chinesischer Radler mit viel Gepäck, Tusche und Aquarell, Foto © Martin Eckrich


Aus dem herbstlichen Deutschland in das hochsommerliche, subtropische Südchina:  Martin Eckrich, Mitglied des Speyerer Künstlerbundes, erkundet derzeit für ihn völlig neue kulturelle Zusammenhänge in der südchinesischen Stadt Ningde.
 

Martin Eckrich macht einen Luftsprung mit Papierschirm, Foto © Martin EckrichAuf Vermittlung der Stadt Speyer lebt und arbeitet Eckrich seit 10. Oktober in der chinesischen Partnerstadt von Speyer. Insgesamt zweieinhalb Monate wird er sich dort aufhalten.

Gegenwärtig bereitet er eine Ausstellung seiner in Ningde gefertigten Bilder und Tonarbeiten vor, die am 8. Dezember in einer städtischen Kunsthalle der Partnerstadt gezeigt werden. Dafür studiert er auch ein Musical mit professionellen chinesischen Musikern und Tänzern ein. Wer Eckrich kennt, weiß, dass die Performance für ihn ein wichtiges künstlerisches Ausdrucksmittel ist.

Chinesischer Radler mit viel Gepäck, Tusche und Aquarell, Foto © Martin EckrichIm Sommer 2015 war Yuanchang Tang aus Ningde Stipendiat des Künstlerbundes im Künstlerhaus in der Sämergasse. Im Gegenzug hat Martin Eckrich jetzt die Gelegenheit, die chinesische Partnerstadt kennenzulernen. Sowohl der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger als auch seine Kollegin in Ningde betrachten den Künstler- und Kulturaustausch als wichtige Stütze der Partnerschaft.

„Mein großer Respekt vor der Begegnung mit den Menschen hier, dem äußerst quirligen  Straßenverkehr, der anderen Sprache hat sich mittlerweile etwas gelegt“, schreibt Eckrich in einem Mail an das Partnerschaftsbüro der Stadtverwaltung. Trotz des unglaublichen „Gewusels“ würden alle darauf achten, dass keiner zu Schaden kommt.

Tonfiguren, Foto © Martin EckrichEs gebe viele moderne elektrische Verkehrsmittel, sehr viele Fahrzeuge hätten allerdings größere Probleme mit dem deutschen TÜV, vermutet Eckrich. „Es ist bemerkenswert wie emsig und fleißig die Menschen hier sind und mit welch einfachen Mitteln sie ihren Alltag und Lebensunterhalt bestreiten. Alles geschieht in größeren Gruppen, der Tanz auf öffentlichen Plätzen am Abend, die modernen Tänze der Jungen und auch das einheitliche Marschieren“. Vieles sei von langen Traditionen geprägt.

Portraitziechnung eines Sängers der chinesischen Oper, traditionell geschminkt und kostümiert, Foto © Martin EckrichÜber die eigene Arbeit hinaus hat er bereits einige Künstlerkollegen in Ningde in ihren Ateliers besucht und ihre doch sehr andere Art zu malen studiert. An der Universität von Ningde, auf deren Campus er wohnt, hat er mit einem Vortrag und einer Performance vor Studenten die europäische Art Kunst zu machen erläutert. Kurz vor Weihnachten will Martin Eckrich wieder in die Pfalz zurückkehren. Auf das künstlerische Ergebnis darf man gespannt sein. 

Medieninformation der Stadt Speyer vom 27. November