Allgemeine Beschreibung

Wer die Jagd ausüben will, muss einen auf seinen Namen lautenden Jagdschein mit sich führen.
Die erste Erteilung eines Jagdscheines ist davon abhängig, dass die Bewerberin oder der Bewerber eine Jägerprüfung bestanden hat, die aus einem schriftlichen und einem mündlich-praktischen Teil und einer Schießprüfung besteht.
Die Jägerprüfung wird durch die untere Jagdbehörde abgenommen.
 
Die theoretische und praktische Ausbildung zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung (jagdliche Ausbildung) erfolgt nach einem Rahmenplan der obersten Jagdbehörde (zuständige Ministerium) in einem anerkannten Ausbildungskurs:
  1. bei einem Jagdverband oder bei einer Jagdschule oder
  2. von mindestens sechsmonatiger Dauer bei einem Mentor. 
Gibt es „Sonderregelungen“ für ausländische Mitbürger oder Mitbürgerinnen?
 
Ausländische Mitbürger oder Mitbürgerinnen, die eine der deutschen Jägerprüfung vergleichbare Prüfung bestanden haben sind vom Erfordernis der Ablegung der Jägerprüfung befreit. Über die Vergleichbarkeit der Jägerprüfung entscheidet die oberste Jagdbehörde (zuständige Ministerium).
Ausländische Mitbürger oder Mitbürgerinnen, die keine der deutschen Jägerprüfung vergleichbare Prüfung bestanden haben, können vom Erfordernis der Ablegung der Jägerprüfung nur befreit werden, wenn sie
  1. ihren Hauptwohnsitz nicht in Deutschland haben,
  2. die Ausstellung eines Tagesjagdscheines (gilt für 14 aufeinanderfolgende Tage) beantragen und
  3. ihre Eignung zur ordnungsgemäßen Jagdausübung nachgewiesen haben.
Für diesen Nachweis genügt die Vorlage eines in den letzten drei Jahren ausgestellten Jahresjagdscheines.

Notwendige Unterlagen

Erforderliche Unterlagen für die Ausstellung (oder Verlängerung) eines Jagdscheines: 
  • Zeugnis über die bestandene Jägerprüfung im Original (bei erstmaliger Beantragung),
  • früher gelöster Jagdschein,
  • Bescheinigung einer unteren Jagdbehörde, dass der Bewerberin oder dem Bewerber bereits ein Jagdschein erteilt war,
  • Lichtbild (nur bei erstmaliger Ausstellung und Neuausstellung) 
  • Nachweis des Bestehens der gesetzlichen Jagdhaftpflichtversicherung mit den vorgeschriebenen Deckungssummen (Fünfhunderttausend Euro für Personenschäden und fünfzigtausend Euro für Sachschäden)
Die Jagdbehörde beantragt zusätzlich eine unbeschränkte Auskunft aus dem Bundeszentralregister. Bestimmte Eintragungen nach einem streng angelegten Maßstab verbieten die Ausstellung des Jagdscheines bzw. bewirken dessen sofortige Entziehung.

Kosten

Für die Ausstellung eines Jagdscheines werden eine Gebühr nach dem jeweilig gültigen besonderen Gebührenverzeichnis und eine Jagdabgabe in Höhe des fünffachen Betrages der Gebühr erhoben.

Rechtliche Grundlagen

Ergänzungen

Zuständige Mitarbeiter