/ Gefährliche Hunde

Allgemeine Beschreibung

Alle Bundesländer haben Gesetze zur Abwehr der von gefährlichen Hunden ausgehenden Gefahren erlassen. Die Regelungen in den einzelnen Bundesländern sind unterschiedlich.

In Rheinland-Pfalz gelten Hunde als gefährlich, die eine gesteigerte Aggressivität aufweisen oder bereits als bissig auffällig geworden sind. Hunde der Rassen American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier sowie Hunde des Typs Pit Bull Terrier gelten kraft Gesetzes als gefährliche Hunde. Dies gilt auch für Hunde, die von diesen Rassen oder diesem Typ abstammen.

Für die Haltung eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt. Im Rahmen dieses Erlaubnisverfahrens ist neben der Geeignetheit und Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters auch ein berechtigtes Interesse an der Haltung eines gefährlichen Hundes nachzuweisen.

Die Einfuhr bzw. Verbringung gefährlicher Hunde in das Bundesgebiet ist durch das Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland geregelt.

Kosten

Die Gebühren werden von der zuständigen Behörde festgesetzt.

Spezielle Hinweise für - Stadt Speyer

§ 4 (der Hundesteuersatzung der Stadt Speyer - Auszug)
Steuersätze

(1) Die Steuer beträgt im Kalenderjahr für
...
d) den ersten gefährlichen Hund 385 Euro
e) jeden weiteren gefährlichen Hund 620 Euro

(2) Als gefährliche Hunde im Sinne dieser Satzung gelten:
a) Hunde, die sich als bissig erwiesen haben,
b) Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reissen,
c) Hunde, die in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben und
d) Hunde, die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben.

Hunde der Rassen
Pit Bull Terrier,
American Staffordshire Terrier,
Staffordshire Bullterrier,

sowie Hunde, die von einer dieser Rassen abstammen, sind gefährliche Hunde im Sinne dieser Satzung.

(3) Hunde, für die nach § 5 Steuerbefreiung gewährt wird, und gefährliche Hunde sind beim Halten mehrerer Hunde bei der Berechnung der Hundeanzahl nach Abs. 1 a) und b) nicht anzusetzen. Der Steuersatz für gefährliche Hunde nach Abs. 1d) bleibt hiervon unberührt. Hunde, für die die Steuer nach § 6 ermäßigt wird, gelten als erste Hunde.

(4) Der erhöhte Steuersatz nach Abs. 1 d) und e) entfällt mit Ablauf des Kalendermonats, nach dem die Unfruchtbarmachung des Hundes durch tierärztliche Bescheinigung nachgewiesen und die erfolgreiche Teilnahme an einer Begleithundeprüfung oder eines Team-Tests durch den Verband für das deutsche Hundewesen - VDH - bestätigt wird.

(5) Änderungen der Steuersätze nach § 4 Abs. 1 dieser Satzung werden in der jeweils gültigen Haushaltssatzung bekannt gemacht.

Rechtliche Grundlagen

Ergänzungen


Weitere Informationen bietet die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier als Landesordnungsbehörde.



Zuständige Mitarbeiter