Internationaler Frauentag

Filmspule © pixabay

Filmabend zum Internationalen Frauentag 2018

Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit unterliegen einem Werbeverbot. Der Filmtitel kann tel. erfragt werden.

Freitag, 09. März 2018 19:00–20:45 Uhr in der Volkshochschule Speyer


 

Filmspule © pixabayEine Kooperation der Stadtbibliothek, der Volkshochschule, dem Stadtarchiv und der Gleichstellungsstelle.
Zum Internationalen Frauentag 2018 zeigen die Veranstalterinnen eine Schweizer Komödie. Erzählt wird die Geschichte der jungen Hausfrau Nora, die sich zu Beginn der 70er Jahre für die Einführung des Frauenwahlrechts in der
                                                                        Schweiz engagiert.
Für die Männer des abgelegenen Alpendorfes, in dem Nora mit Mann, Schwiegervater und zwei Kindern lebt, sind die Forderungen von Nora ein Sakrileg: Diese Frau will wählen und sogar arbeiten. Die göttliche Ordnung in der Schweizer Provinz ist in Gefahr.
Doch Nora hat Unterstützung von einigen Frauen im Ort, sie sagen den verkrusteten Strukturen in den Köpfen und im Alltag den Kampf an.

Filmlänge: 96 Minuten
Wegen der begrenzten Sitzplätze wird um Anmeldung gebeten!

08. März: Internationaler Frauentag

Veranstaltung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht, © Petra SteinbacherAm 19. März 1911 gingen Frauen in Deutschland, Dänemark, Schweden, Österreich-Ungarn, der Schweiz und in den USA auf die Straße, um ihrer Forderung „Heraus mit dem Frauenwahlrecht“ Nachdruck zu verleihen. Allein in Deutschland demonstrierten mehr als eine Million Frauen für ihre Rechte. Nur ein halbes Jahr vorher, im August 1910, hatte die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative der Sozialistin Clara Zetkin die Einführung des Internationalen Frauentages beschlossen.

Kundgebung für das Frauenwahlrecht

Über die Feier des ersten Frauentags in Deutschland schrieb Clara Zetkin damals in der sozialdemokratischen Zeitschrift Gleichheit: „Dieser Internationale Frauentag ist die wuchtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.“ 

Legenden um den 8. März

Erst zehn Jahre später, im Jahr 1921, legte die 2. Kommunistische Frauenkonferenz den Weltfrauentag endgültig auf den 8. März fest – in Anlehnung an den 8. März 1917 (nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar), dem Tag, an dem in Russland Frauentagsdemonstrationen den Auftakt zu einer massiven Streikwelle im ganzen Land machten und den Beginn der Februarrevolution auslösten.

Andere Quellen führen das Datum des Weltfrauentages auf den Arbeiterinnenstreik am 8. März 1908 der Textilfabrik “Cotton” in New York zurück, bei dem die Textilarbeiterinnen damals für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpften.

Nationalsozialismus: Frauentag wird durch Muttertag ersetzt
Zwischen 1. und 2. Weltkrieg protestierten Frauen am 8. März weltweit für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches sowie für Mutter- und Schwangerschaftsschutz. Während des Nationalsozialismus wurde der Internationale Frauentag in Deutschland verboten und durch den Muttertag ersetzt. 

1977: UN proklamieren Weltfrauentag

Während in der späteren DDR der Internationale Frauentag ab 1946 zum offiziellen Feiertag erklärt wurde, geriet er in der späteren Bundesrepublik zunehmend in Vergessenheit – nicht zuletzt wegen seines sozialistischen Hintergrunds. Erst die neue Frauenbewegung ab den 1970er Jahren schaffte es, den Frauentag in der Bundesrepublik neu zu beleben. Er wurde zunehmend zum Tag der feministischen Solidarität unter Frauen aller Schichten und Generationen. Die Vereinten Nationen proklamierten den „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ im Jahr 1977.

Im vereinten Deutschland wird der Internationale Frauentag seit 1993 von engagierten Frauen unterschiedlicher politischer Herkunft gefeiert.

 Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen