Häufig gestellte Fragen

Flüchtlingshilfe, Autograph: Klaus Fresenius

Wie viele Menschen kommen nach Speyer? Der Weg von der zentralen Aufnahmestelle bis nach Speyer. Wo werden die Menschen untergebracht? Wie läuft die Vermietung von privatem Wohnraum ab? - Auf Fragen wie diese, finden Sie hier Antwort.

 

Wie viele Menschen kommen nach Speyer?

Flüchtlingshilfe, Autograph: Klaus FreseniusDer Anteil der Asylbewerber, den jedes Bundesland aufnehmen muss, wird nach dem "Königsteiner Schlüssel" festgesetzt. Er wird jährlich entspre-chend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl berechnet. Rheinland-Pfalz nimmt für 2015 knapp 5 % der Asylsuchenden auf. 1,3 % davon werden auf die Stadt Speyer verteilt.

Bundesweit haben 2015 rund 1.000.000 Geflüchtete in Deutschland Asyl gesucht. Das bedeutete für Rheinland-Pfalz etwa 50.000 Flüchtlinge. Davon wurden der Stadt Speyer ca. 650 Personen zugeteilt.

Die große Mehrheit der Personen, die der Stadt Speyer zugewiesen wurde, kommt aus Syrien (50,0 %), Afghanistan (9 %) und Pakistan (7 %). Damit kommen 2 Drittel aller nach Speyer zugewiesenen Asylbegehrenden aus diesen 3 Ländern. Mit Stichtag 1. März 2016 sind 65 % der Asylsuchenden männlich, 35 % weiblich. 82 % der Asylbegehrenden sind 35 Jahre und jünger, nur 1,6 % sind 60 Jahre und älter.

Der Weg von der zentralen Aufnahmestelle bis nach Speyer

Die Stadtverwaltung Speyer erhält 14 Tage vor Ankunft neuer Asylsuchender eine Mitteilung von den zentralen Aufnahmestellen über die Zuteilung nach Speyer. In der Vorankündigung stehen die wichtigsten persönlichen Daten der Personen.

Die Asylsuchenden werden am Zuweisungstag  von den zentralen Aufnahme-stellen des Landes mit dem Bus nach Speyer gefahren.

In Speyer werden sie von den SachbearbeiterInnen in Empfang genommen. Dabei wird ein Antrag auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gestellt. Nach Barauszahlung der Asylbewerberleistungen durch die Stadtkasse werden die Personen in die vorgesehene Unterkunft gebracht. 

Wo werden die Menschen untergebracht?

Die Stadt Speyer hat bisher ein dezentrales Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtgebiet verfolgt. Dies konnte mit Unterstützung von gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften, kirchlichen Trägern, privaten Anbietern sowie des Landes Rheinland-Pfalz (ehemaliges Hotel "Tor zur Pfalz") realisiert werden. Angesichts des angespannten Wohnungsmarkts in Speyer und der Entwicklung der Flüchtlingszahlen ist die Stadt auch für die Bereitstellung größerer Sammelunterkünfte wie bspw. zweier Kompaniegebäude der ehe-maligen Kurpfalzkaserne dankbar. Nach wie vor ist die Stadt auf Wohnungs-angebote aus der Bevölkerung angewiesen.
Neben den der Stadt Speyer zur kommunalen Betreuung zugewiesenen Asylbegehrenden sind außerdem in der ehemaligen Kurpfalzkaserne Asyl-suchende in einer Landeseinrichtung untergebracht. Diese Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) wird vom Kreisverband Vorderpfalz des Deutschen Roten Kreuzes betreut.

(Stand: März 2016)

Wie läuft die Vermietung von privatem Wohnraum ab?

Sie können eventuell Wohnraum zur Verfügung stellen, wissen jedoch nicht, wie dies funktioniert?

Die Stadt Speyer tritt als Mieterin auf und schließt mit den VermieterInnen die Mietverträge. Als VermieterIn müssen sie die Asylsuchenden nicht betreuen. Hierfür stehen AnsprechpartnerInnen der Stadtverwaltung oder der Wohlfahrtsverbände zur Verfügung.

Wenn Sie privaten Wohnraum anbieten möchten, wenden Sie sich bitte an:
Michael Spieß
Leiter der Abteilung Sozialhilfe und Sozialleistungen im Fachbereich 4
Tel. (0 62 32) 14 28 31, E-Mail