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1907 zeigte die Malerin Mathilde Vollmoeller-Purrmann in Paris ihre erste Ausstellung. Nahezu 100 Jahre später wird das Werk der Künstlerin in Speyer präsentiert. In einem eigenen Raum werden Mathilde Vollmoellers Werke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und der Fachwelt zur Diskussion gestellt. Die ausgestellten Werke dokumentieren ihr Leben und die fruchtbaren Spannungen in der Künstlerehe mit Hans Purrmann.
Mathilde Vollmoeller entschied sich in Berlin unter dem Einfluss der Porträtmalerin Sabine Lepsius und anderer Künstler der "Berliner Secession" zu einem Leben für die Malerei. Eingebunden in die Kunstszene der Avantgarde fand sie bereits um 1900 zu ihrer eigenen Bildsprache. 1906 bis 1914 lebte Mathilde Vollmoeller in Paris. Der Aufenthalt in der Kunstmetropole Europas sollte für die Künstlerin schicksalhaft werden: Sie erlebte den Höhepunkt ihrer Karriere als Malerin und lernte ihren zukünftigen Mann Hans Purrmann kennen. Mehrfach stellte sie mit großem Erfolg im "Salon d’Automne" und im "Salon des Indépendants" im "Grand Palais" in Paris aus. Ab 1908 besuchte die Künstlerin die "Académie Matisse".
1912 heiratete Mathilde Vollmoeller den Maler Hans Purrmann. Von nun an widmete sie sich vor allem der Familie. Drei Kinder wurden geboren. Dennoch war Mathilde Vollmoeller-Purrmann in jeder freien Minute künstlerisch tätig, vor allem auf Reisen. Sie nahm Abschied von der aufwendigen Technik der Ölmalerei und machte stattdessen vorzugsweise bis an ihr Lebensende Aquarelle.
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