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Erste Ansiedlungen durch die Römer (1. Jhd. v.Chr. - 5. Jhd. n.Chr.)
Mehr als 5000 Jahre ist es her, dass sich an einer Rheinfurt in der Gegend des heutigen Speyer eine erste bäuerliche Bevölkerung auf Dauer niederließ. Davon legen Funde aus der Stein-, Bronze- und Einsenzeit - lange bevor schriftliche Quellen einsetzten - Zeugnis ab.
Mit Caesars Feldzügen in Gallien wird der Rhein zur Grenze des sich ausdehnenden römischen Reichs. - Grenzsicherung tut Not. Als Ausgangspunkt für die rechtsrheinischen Eroberungen errichten römische Soldaten um 10 v.Chr. hier ein Lager für eine 500 Mann starke Infanteriegruppe, das den Impuls zur nachfolgenden Stadtgründung gibt. Um das Jahr 150 n.Chr. erscheint die Stadt in der Weltkarte des Griechen Ptolemaios unter dem Namen NOVIOMAGUS; der gleiche Name begegnet im Itinerarium Antonini, einem Anfang des 3. Jahrhunderts n.Chr. verfassten Straßenhandbuch des römischen Reichs.
Als Hauptort im Territorium der Nemeter (Civitas Nemetum), eines germanischen Stammes, der bereits seit den Zeiten des Kaisers Augustus auf dem linken Rheinufer ansässig war, taucht zur selben Zeit in Inschriften und auf Meilensteinen der Name NEMETUM für Speyer auf. An zentraler Lage der Rheintalstraße und als Sitz eines regionalen Verwaltungszentrums entstand eine repräsentative Stadt mit Marktplatz, breiten arkadengesäumten Straßen, öffentlichen Einrichtungen, Wohngebäuden, Tempeln und einem Theater. Von ihrer Bedeutung zeugen die reichen Funde - unter ihnen die älteste Weinflasche Deutschlands -, die im Historischen Museum der Pfalz zu besichtigen sind.
Von den Stürmen der Völkerwanderunsgzeit bleibt auch das römische Speyer nicht verschont. Bereits um 260 drängen die Alamannen über den Rhein vor, um 275 ist die Stadt nahezu vollständig zerstört, doch schon im 4. Jahrhundert hat sich die Siedlung wieder erholt und wird mit einer Garnison belegt. Um 370 wird auf dem Domhügel eine Festung erbaut, in die sich die Bevölkerung vor neuen Bedrohungen zurückziehen kann, bis schließlich die gesamte Rheingrenze Anfang des 5. Jahrhunderts durch Germaneneinfälle aufgelöst wird. Auch im Namen der Stadt vollzieht sich dieser Bevölkerungswandel: das antike NOVIOMAGUS/NEMETUM wird zum mittelalterlichen SPIRA.
Fortsetzung...
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